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Tablet oder Laptop: Welches Gerät passt besser zu mir?

Laptop oder Tablet? Nicht wenige stehen bei erstmaliger Anschaffung eines mobilen Gerätes, das zur Abwechslung mal nicht zum Telefonieren gedacht ist, sondern mit einem möglichst großen Display daherkommen soll, vor dieser Entscheidung. Während der Laptop schon seit vielen Jahren schlechthin als der Inbegriff des mobilen Büros angesehen ist, haben Tablets es langsam aber sicher geschafft, in die Welt des produktiven Arbeitens Einstieg zu finden. Hier und da findet man bereits durchaus Unternehmen, die auf Tablets setzen, doch an Bedeutung haben Laptops dadurch noch lange nicht verloren. Welche Vorteile und Nachteile die beiden Gerätekategorien haben und für welches ihr euch entscheiden solltet, versuchen wir in diesem Artikel näher zu erläutern.

1. Die Tastatur – der grundlegende Unterschied zwischen Laptop und Tablet

Es ist heutzutage schwierig geworden, noch sauber zwischen Tablets und Laptops zu unterscheiden. Primär ist da natürlich die Eingabemethode entscheidend: Während ein Tablet hauptsächlich über den Touchscreen bedient wird, wird bei einem Laptop auf das Touchpad sowie die Tastatur zurückgegriffen. Hier gibt es allerdings sowohl Laptops, die einen Touchscreen besitzen als auch Tablets, die per Docking-Station an eine Tastatur angeschlossen werden können. Dementsprechend ist die Unterscheidung mittlerweile eine Frage der Definition und in vielen Fällen muss man gerade bei Convertibles – das sind zum Beispiel Geräte wie das Lenovo Yoga 13, das ein komplett umklappbares Display besitzt oder auch das ASUS Transformer Book mit absteckbarer Tastatur – genau hinschauen, ob einem das Konzept des Gerätes gefällt.

Das Microsoft Surface: Auf einer Bahnfahrt nicht unbedingt die Traum-Schreibmaschine.

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Grundsätzlich gilt jedoch: Laptops eignen sich für Nutzer, die viel unterwegs Tippen, besser. Der Schwerpunkt liegt bei Tablets auch bei angedockter Tastatur im Tablet selbst und nicht in der Dock, was das Arbeiten unterwegs unter Umständen nicht allzu bequem macht. In der Bahn beispielsweise oder im Auto können schon leichte Erschütterungen das Arbeiten schwer machen, wohingegen bei Laptops das Gewicht eher im Chassis vorzufinden ist, sodass das Gerät auch auf dem Schoß besser liegt. Zum stationären Arbeiten lassen sich Tablets aber auch hervorragend in Kombination mit einer andockbaren Tastatur oder gar einer Bluetooth-Tastatur verwenden, sodass dies auch für Vieltipper nicht unbedingt ein Ausschlusskriterium sein muss. Die Tastaturqualität variiert je nach Modell und Hersteller und ist unabhängig davon, ob sie einem Laptop oder einer Tablet-Dock zugehörig ist.

2. Mobilität

Tablets sind durch das Fehlen einer Tastatur natürlich meistens schlanker und leichter als Laptops. Auch hier muss man allerdings Ausnahmen machen, denn die Ultrabooks von Intel sind zum Teil ebenfalls ziemlich leichtfüßig. Möchte man sein Gerät aber stets mit sich tragen und reichen einem unter Umständen auch schon 8 Zoll beim Display, so ist ein Tablet eine gute Wahl. Ein interessanter Faktor kann auch die Lautstärke sein, denn Tablets besitzen häufig eine rein passive Kühlung und eignen sich daher auch perfekt zum stillen Arbeiten in der Bibliothek – das kann man von manch schnaufendem Laptop nicht unbedingt sagen. Während es zudem schon zu recht kleinen Preisen Tablets gibt, die eine Akkulaufzeit von 8 Stunden oder mehr bieten, kosten ausdauernde Laptops in der Regel so viel wie High End-Tablets, von Ultrabooks ganz zu schweigen. Als alltäglicher Begleiter ist das Tablet daher dem Laptop in vielen Lebenslagen überlegen.

3. Anschlussmöglichkeiten

Acer W510 anschlüsse

Kurz und schmerzlos: Da moderne Tablets in der Regel nur wenige Anschlüsse – und diese dann auch nur in Miniaturform – bieten, sind Laptops in dieser Disziplin die eindeutigen Sieger. VGA-Anschlüsse sucht man bei Tablets zum Beispiel vergeblich und nicht selten fehlen sogar Slots für microSD und HDMI. Selbst wenn per Adapter nachgerüstet werden kann, so ändert dies nichts an der Tatsache, dass die meisten Tablets nur eine einzige Schnittstelle besitzen – sofern man also nicht das neue MacBook als Gegenbeispiel heranzieht, sind Laptops für Nutzer, die viele Peripheriegeräte anschließen können wollen, deutlich besser geeignet.

4. Preis

Unter dem Punkt Mobilität wurde dies bereits angesprochen, doch die Unterschiede sind hier derartig gewaltig, dass sie auch noch einmal explizit erwähnt werden sollten: Während man für 400 Euro gerade einmal Einsteigermodelle im Laptop-Bereich erhält, gibt es hier unter den Tablets schon Geräte mit WQHD-Display, aktivem Digitizer oder LTE. Obwohl sich Full-HD-Displays zum Beispiel bei Tablets schon bei Geräten ab etwas mehr als 200 Euro etabliert haben, verwenden die meisten Laptops trotz größerer Display-Diagonale noch den HD-Standard, auch die Darstellungsqualität ist bei günstigeren Modellen vergleichsweise miserabel. Kurzum: Bei Tablets erhält der Nutzer häufig eine bessere Hardware-Ausstattung fürs gleiche Geld, zumindest wenn er auf eine leistungsstarke CPU verzichten kann.

5. Leistung

Zwar gibt es auch einige günstige Windows-Tablets, doch aufwändigere Tätigkeiten sollte man lieber mit einem Laptop, noch besser aber mit einem Desktop-PC erledigen. Während allerdings manche Laptops derart starke Komponenten besitzen, dass Gaming und Grafikbearbeitung möglich sind, werden Tablets aufgrund der schlanken Konstruktion hier schnell Grenzen aufgewiesen. Geräte wie das Surface Pro mit Intel Core i7 stellen hier schon das absolute Non-Plus-Ultra dar, tun sich allerdings mit fordernden Aufgaben mangels dedizierter Grafikkarte recht schwer. Wer also primär nach einer von A nach B tragbaren Workstation sucht, die de facto unterwegs nicht viel genutzt wird, ist vermutlich mit einem leistungsstarken Laptop besser bedient.

6. Fazit

Wer sehr viel tippt oder eine starke Rechenleistung benötigt und nicht unbedingt eine gute Verarbeitung oder ein hochwertiges Display benötigt, sollte auf einen Laptop setzen. Auch Schnittstellen können ein gutes Argument für die Notebooks sein. Wer dagegen auf eine Tastatur verzichten kann und im Prinzip nach einem übergroßen Smartphone sucht, dass er zum Spielen, Konsumieren von Medien oder der Betrachtung von Dokumenten verwenden möchte, ist mit einem Tablet gut bedient. Sicherlich gibt es durchaus einige sehr leistungsstarke Tablets, die sich für anspruchsvollere Nutzer eignen und eine ganze Reihe von Convertibles, die die Lücke zu schließen versuchen, doch auch hier befinden sich auf dem Markt primär nur Kompromisslösungen zwischen Mobilität und Leistung.



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