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Android-Tablet rooten: Schritt-für-Schritt-Anleitung

1. Was bedeutet rooten?

Das Wort Root stammt aus dem Englischen und bedeutet Wurzel, was eine gute Beschreibung für den Vorgang darstellt. Denn beim Rooten dringt man tief in das System ein und verschafft sich, ähnlich wie beim Computer, administrative Rechte. Somit wird der Benutzer befähigt vielerlei Einstellungen vorzunehmen, die anderen zunächst einmal verborgen bleiben.

2. Vor- und Nachteile des Rootens

Durch das Rooten erlangt man in aller erster Linie einmal mehr Freiheit im Umgang mit seinem Tablet. Man ist z. B. in der Lage…

  • die Systemoberfläche nach Belieben zu ändern.
  • nervige vorinstallierte Apps zu entfernen.
  • CPU- und GPU-Anpassungen vorzunehmen.
  • Systemeinstellungen zu personalisieren.
  • vollständige Backups zu machen.
  • ältere Geräte mit einem neueren Betriebssystem zu versehen

Diese Freiheiten und Möglichkeiten gehen aber auch mit einigen Risiken einher wie:

  • ein möglicher Verlust der Garantie
  • Bei einem Fehler kann das Tablet im schlimmsten Fall lahm gelegt werden (Hardbrick).
  • Viren können eher ins Innere des Systems gelangen und Schaden anrichten.

Auch wenn in den meisten Fällen alles planmäßig verläuft, sollte man sich genau überlegen, ob man sein Android-Tablet rooten will.

3. Vor dem Rooten eines Tablets

Bevor man zu dem eigentlichen Vorgang des Rooten übergeht, sollte man noch einige Vorkehrungen treffen:

  • Backups aller Einstellungen und Apps machen
  • Funktion USB-Debugging aktivieren (unter Einstellungen > Entwickleroptionen). Falls keine Entwickleroptionen angezeigt werden, muss man sieben Mal unter Über das Telefon auf den Eintrag Build-Nummer tippen.
  • Akku des Tablets sollte zumindest zu 50% geladen sein.
  • Das Programm Kies auf dem PC schließen.

4. Android-Tablet rooten

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten ein Android-Gerät zu rooten. Welche Variante man auswählt, ist abhängig von dem Tablet und der Android-Version. Hier werden einige Vorgänge beschrieben, die mit den meisten Versionen kompatibel sind. Genaueres steht in den einzelnen Beschreibungen:

4.1 Chainfire

Als erstes muss man das passende Root-Paket hier herunterladen. Dabei ist es extrem wichtig, das richtige Paket mit der passenden Version herunterzuladen, da es sonst zu erheblichen Problemen kommen kann.

Als nächstes muss das heruntergeladene ZIP-Paket entpackt und das darin enthaltene Programm Odin per Doppelklick gestartet werden. In dem Programm klickt man auf AP, um die Root-Datei mit der Endung .tar.md5 auszuwählen und dann zu öffnen. Nach einer kurzen Ladephase kommt es zum eigentlichen Root-Vorgang.

Das Tablet sollte nun per USB-Kabel mit dem PC verbunden werden, woraufhin sich ein Fenster mit der dem Ausdruck O: [COM] öffnet. Dies ist das Zeichen, um auf Start zu drücken.

In den nächsten paar Minuten startet das Tablet einige Male neu und auf dem Bildschirm werden das Androidmännchen als Pirat und einige Befehlszeichen erscheinen.

Wenn das Tablet komplett hochgefahren ist und im App-Drawer die SuperSU-App zu finden ist, weiß man, dass alles funktioniert hat und man nun alle Vorteile des Roots benutzen kann.

4.2 SuperOneClick

Eine andere Variante wäre das Rooten per SuperOneClick. Vorteil hierbei ist ganz klar die Kürze und die Einfachheit. Eine Liste für kompatible Geräte findet man hier: http://superoneclick.us/

Man muss beachten, dass die SD-Karte während des Prozesses nicht gemountet sein darf. Am besten entfernt man vorher die SD-Karte, falls vorhanden, aus dem Gerät, um alle Eventualitäten auszuschließen.

Als erstes muss die Software, die man unter obiger Adresse downloaden kann, installiert werden. Im nächsten Schritt verbindet man sein Tablet mit dem PC. Bevor man SuperOneClick startet, sollten alle iTunes-Programme, oder die, die damit zusammenhängen, geschlossen werden. In der Software klickt man auf Root und lässt das Programm arbeiten. Nach einigen Minuten öffnet sich ein Fenster, welches über das Beenden des Rootvorgangs informiert. Nun kann man im AppDrawer auf dem Tablet die SuperUser-App finden, was die Bestätigung für den erfolgreich abgeschlossenen Rootprozess ist.

4.3 Kingo

Ein drittes Mittel, sich administrative Rechte anzueignen, bietet das Programm Kingo. Alle Geräte, die sich damit rooten lassen, werden hier aufgelistet.

Erneut muss man zunächst einmal die Software herunterladen und nach der Installation starten. Nun verbindet man das Tablet mit dem PC per USB-Kabel und sobald das Programm dies erkannt hat, muss man nur noch auf den Root-Button klicken. Kingo rootet jetzt ganz selbstständig das Gerät und am Ende wird das Tablet SuperUser-Rechte besitzen.

5. Fazit

Es gibt unterschiedliche Wege, wie man ein Android-Tablet rooten kann. In diesem Artikel haben wir euch eine Auflistung gegeben, welche die meisten Tablets mit Android-Betriebsystem abdecken sollte.

Sollten Probleme auftreten, ist es wichtig, zunächst einmal Ruhe bewahren und zu versuchen das Handy auf Werkseinstellungen zurückzusetzen. In den meisten Fällen werden so die ersten Probleme schon behoben.

Auch wenn es nicht so häufig vorkommt, sei erneut auf die Risiken des Rootvorgangs hingewiesen und darauf, dass wir keinerlei Haftung für entstandene Schäden am Gerät übernehmen können. Ein Rootvorgang ist immer eine eigene Entscheidung, die genau überlegt sein muss.



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