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Caseable: Selbstgestaltete Taschen für Smartphone und Tablet im Review

Taschen für das Smartphone und Tablet gibt es bekanntlich wie Sand am mehr, doch leider passen diese entweder von der Funktion oder Optik her überhaupt nicht zum persönlichen Geschmack. Daher hat sich sicherlich jeder Nutzer schon irgendwann einmal darüber Gedanken gemacht, wie es aussehen würde, wenn er selbst eine Tasche gestalten könnte – tatsächlich kann man diesen Gedanken mittlerweile relativ leicht umsetzen, es gibt nämlich so einige Händler wie zum Beispiel Caseable, die dies möglich machen. Ich habe die Gelegenheit erhalten, zwei Taschen bei Caseable zu gestalten und ausgiebig zu testen.

Alles hat seinen Preis, Design und Qualität sowieso 

Wer zwar sehr auf das Design seines Zubehörs achtet, allerdings selbst keinen blassen Schimmer von der Gestaltung hat, muss natürlich das Case nicht selbst gestalten, sondern kann auf zahlreiche vorgefertigte Muster und Motive zurückgreifen. Vorweg gesagt – wer nur nach irgendeiner billigen Hülle sucht, die das Gerät einigermaßen schützt und im Laufe der Zeit aufgrund grober Behandlung ohnehin plant, diese auszuwechseln, ist bei Caseable nicht an der richtigen Adresse. Die Cases sind, unabhängig davon, ob man diese nun selbst gestaltet oder nicht, nämlich mit einem Preis zwischen 29,90 Euro und 59,90 Euro schon im mittleren bis gehobenen Preissegment.

Caseable Taschen Auswahl

Der Preis sollte einen aber meiner Meinung nach beim Schutz eines High-End-Gerätes, welches ja auch mehrere hundert Euro gekostet hat, nicht vom Kauf eines hochwertigen Cases abhalten. Sollte man sich mit einem vorgefertigten Design angefreundet haben, so kann man dies wie gewohnt einfach in den Warenkorb befördern und das Case zu sich nach Hause schicken lassen.

Gestaltung der Tasche – Einfach und unkompliziert

Caseable editor

Da ich unbedingt ein eigenes Design haben wollte, musste ich einen kleinen Umweg machen und im Editor von Caseable selbst kreativ werden. Hier kann man entweder eigene Fotos hochladen, oder aus der vorhandenen Galerie von Caseable Motive auswählen und so seine eigene Tasche gestalten. Ich habe mich für erstere Option entschieden und ein Case in der Optik des Manga Shingeki No Kyojin aka Attack on Titan gestaltet – absichtlich habe ich hierbei ein recht detailliertes Motiv genommen, um der Qualität der Taschen auf den Zahn zu fühlen. Ihr solltet in jedem Falle nicht wie ich vergessen, dass man auch Reisverschluss und die Seitenteile farblich gestalten kann, wobei standardmäßig offensichtlich ein schwarzer Reißverschluss und weiße Seitenteile vernäht werden. Hergestellt werden die Taschen laut Angabe von Caseable per Handarbeit in Berlin oder Brooklyn, was den Preis dann doch sogar recht günstig erscheinen lässt.

Bestellt wurde letzten Endes von mir eine Laptoptasche, die für das Transformer Prime inklusive Dock gedacht war, sowie ein Smartphone-Case für mein LG G2. Interessant ist, dass man nach dem Erstellen eines Designs einen Link ausgeben lassen kann, der unmittelbar zu dem erstellten Case führt – praktisch, um dies etwa anderen zu zeigen, oder selbst nach Erstellung Zugriff darauf zu haben, auch wenn man die Website schließt. Sobald die Tasche dann fertig gestaltet worden ist, kann man diese in den Warenkorb legen und bestellen. Die Lieferzeit wurde auf 3 bis 5 Tage benannt, wobei bei Laptoptaschen eine längere Wartezeit möglich sei. Da ich obendrein ein eigenes Design gewählt hatte, musste ich mich auf eine recht lange Lieferzeit einstellen. Am 7. März wurde die Bestellung getätigt und am 21. März kamen die Taschen dann bei mir an, was also insgesamt vom Einkauf bis zur Lieferung 2 Wochen dauerte.

Verpackung & Erste Eindrücke

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Was lange währt wird endlich gut – will man doch zumindest hoffen. Ich hatte eigentlich ein Paket erwartet, doch stattdessen wurden die Taschen in einem Karton-Umschlag per DPD versandt. Im Innneren befandt sich in einer Plastiktüte die Laptoptasche und in der Laptoptasche dann das Smartphone, was vielleicht ein wenig lieblos wirkt, aber vermutlich die sicherste Lösung darstellt. Auffällig war zunächst der gummiartige Geruch, den manche vielleicht als störend empfinden könnten, doch dieser ist mittlerweile eigentlich gänzlich verflogen. Ansonsten gab es vom Lieferumfang keine Überraschungen, einige Broschüren und Gutscheine lagen dem Paket zwar ebenfalls bei, doch diese kennt man vermutlich bereits von Amazon.

Verarbeitung und Qualität

Nach einer fast endlosen Einleitung kommen wir nun zu den wirklich interessanten Details, nämlich den Cases selbst. Meine Aufmerksamkeit galt als treuer Tablet-Fan natürlich zunächst der Laptoptasche, die für mein Transformer Prime gedacht war. Der Druck ist beidseitig absolut hervorragend – sämtliche Details sind gut zu erkennen und die Farben sind originalgetreu der Vorlage übernommen worden. Man sollte natürlich hierbei dafür sorgen, dass die Auflösung der Bilder hoch genug ist, wobei 1920 x 1080 zum Beispiel völlig zu genügen scheinen. Die 5 mm dicke Neoprenschicht machen die Laptoptasche eigentlich auch schon zum perfekten Kopfkissen, schützt aber vorrangig das Tablet gegen Stöße und sonstige Schäden. Verarbeitungsmängel bei der Naht oder im Innenfutter, wie zum Beispiel herausragende Fäden, konnte ich keine feststellen. Vor allen Dingen der Reißverschluss wirkt sehr solide und die Verarbeitung der Laptoptasche insgesamt sehr gut.

Der Druck auf dem Smartphonecase leidet leider etwas durch die geriffelte Struktur, weniger was die tatsächliche Qualität angeht, sondern den optischen Eindruck. Aufgrund der Struktur glänzt die Hülle recht stark im Licht, was bei Motiven mit wenig Kontrast und vielen Details ungünstig ist. Hier hätte sich vermutlich ein helleres, buntes Design für mich empfohlen, aber das ist eben das Risiko, wenn man mal selbst hinter dem Designhebel sitzt. Ansonsten ist auch das Case hervorragend verarbeitet und scheint trotz der Tatsache, dass es sich „nur“ um eine Kombination aus Kunstleder und Kunststoff handelt, sehr widerstandsfähig zu sein.

Design und Praxistauglichkeit

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Das Motiv allein macht natürlich noch nicht das gesamte Design einer Tasche aus. Bei der Laptoptasche könnte manchen vermutlich das Branding auf den Reißverschlüssen missfallen, auch auf dem Smartphone Case befindet sich an zwei Stellen das Logo von Caseable – ich persönlich rätsele nur seit Wochen, warum ein Messaging-Icon als Logo für Taschen verwendet wird. Wie dem auch sei, die Laptoptasche besitzt keine besonderen Laschen oder sonstigen kleinen Öffnungen, etwa für Kabel oder einen Stylus. Wünschenswert wäre meiner Meinung nach definitiv eine Möglichkeit gewesen, das Gerät im Inneren der Tasche zu fixieren, etwa durch ein Klettband. Die Tasche ist doch sehr geräumig und bietet selbst mit dem Transformer Prime noch genug Platz, um etwa ein Taschenbuch darin zu verstauen. Ansonsten erfüllt die Tasche gewünscht ihren Dienst, zur Funktion lässt sich sonst eigentlich nicht viel sagen – das Case schützt das Transformer Prime und sieht obendrein schick aus.

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Beim Smartphone-Case handelt es sich um eine etwas eigentümliche Variante der Taschen mit herausziehbarer Schlaufe. Es besteht einfacher gesagt aus zwei harten Platten, die durch insgesamt 3 Bänder miteinander verbunden werden. Dadurch entstehen an den unteren beiden Ecken zwei Löcher, die allerdings aufgrund der überstehenden Kanten nicht zum Problem für die Sicherheit des Smartphones werden sollten. Die Schlaufe, mit der das Smartphone aus der Tasche gezogen werden soll, besteht am oberen Ende seltsamerweise aus Leder und nicht aus dem gewohnten elastischen Material, welches meiner Meinung nach nicht nur optisch einen Akzent gegenüber dem Kunstleder gesetzt hätte, sondern darüber hinaus wegen einer geringeren Steife ein angenehmeres Gefühl beim Herausziehen geboten hätte.

Darüber hinaus wird das LG G2 schlichtweg viel zu wenig aus der Tasche herausgezogen, um eine Entnahme wesentlich zu erleichtern und eine Öffnung für das Headset gibt es leider auch nicht – bei der Laptoptasche noch zu verkraften, in diesem Falle bleibt dem Nutzer aber nichts anderes übrig, als das Smartphone anders herum in das Case zu stecken, wodurch man recht guten Zugriff auf die Anschlüsse erhält. Aufgrund der sehr hohen Steife des Materials ist es nicht wirklich möglich, ohne die Schlaufe das Smartphone aus dem Case herauszuziehen – wenigstens sitzt das Smartphone dadurch bombenfest im Case und die Tasche trägt dank der Konstruktion auch nicht allzu dick auf.

Fazit – Hohe Qualität mit Einbußen in der Praxistauglichkeit

Ein Hingucker sind die Taschen von Caseable in jedem Falle, egal ob man sich nun für ein eigenes, extravagantes Design entscheidet, oder aus der gelungenen Auswahl ein Motiv auswählt. Während bei der Laptoptasche höchstens die etwas lose Passform zu kritisieren ist, wirkt das Smartphone-Case leider etwas wie ein zu enges Korsett – vielleicht legt sich dies auch noch mit der Nutzung über mehrere Wochen hinweg. Insgesamt wurde der Optik ein höheres Augenmerk als dem Nutzen in der Praxis geschenkt, auch wenn sich die Taschen zweifelsohne für den Schutz im Alltag eignen, ist die Funktionsweise der Taschen recht klar vorgegeben. Interessante Optionen wären etwa zusätzliche Taschen in der Laptoptasche oder eine andere Konzeption des Smartphonecase, etwa eine Art Flipcover, gewesen. Ansonsten gibt es von der Qualität und Verarbeitung her nichts zu bemängeln, sodass die recht hohen Anschaffungskosten sich durch eine lange Nutzung für viele Nutzer rentieren dürften.
Falls ihr noch Fragen zu den Taschen habt, könnt ihr diese gerne unten in den Kommentaren stellen!



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