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BB Playbook Back

Bericht: 5 Gründe, die für das BlackBerry PlayBook sprechen

2011 war für RIM kein gutes Jahr, 2012 sogar noch weniger – immer weiter fallen die Aktien und in der westlichen Welt kann sich der Hersteller nicht einmal mehr im Business-Bereich als führend bezeichnen. Der einst hoch gelobte BBM-Service weicht nun modernen und einfacheren Varianten wie WhatsApp, so ziemlich jedes Unternehmen kann sich mittlerweile eigene Exchange-Server leisten. Allen voran das BlackBerry PlayBook wurde oft als wirtschaftlicher Misserfolg angesehen, doch ist das Tablet wirklich so schlecht?

BB Playbook Back

Unmittelbar nach dem Release wurden bereits zahlreiche Testberichte zum PlayBook veröffentlicht, damals kostete das PlayBook allerdings noch happige 470 Euro und sah sich einer gänzlich anderen Konkurrenz gegenüber. Mittlerweile ist der Preis auf etwa 199 Euro gesunken für die 16 GB Variante und unter den 7-Zollern gibt es auch im Android-Sektor bislang kein Tablet, welches da mithalten kann. Lediglich eine ganze Reihe günstiger No-Name-Tablets trifft man hier an, bei denen man in den Punkten Hardware und Verarbeitung deutliche Abstriche machen muss.

Ich persönlich habe mir als Ersatz für mein ASUS TF101 eines der Geräte gekauft und bin äußerst positiv überrascht. Im Folgenden möchte ich 5 Gründe nennen, die für den Kauf des PlayBooks sprechen – auch angesichts des nahenden Einschlags des Google Nexus 7 in Europa. 

1. Die Hardware

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Die Verarbeitung des PlayBooks ist exzellent, das Tablet liegt mit 10 mm Tiefe schlank und hochwertig in der Hand. Das Display weißt keinerlei Lichthöfe auf und besitzt äußerst hohe Blickwinkel mit guter Helligkeit und Schwarzwert. Dadurch macht das Betrachten von Videos in Kombination mit den sehr lauten Lautsprechern viel Spaß und dank des 5300 mAh starken Akkus hält das PlayBook auch drei oder vier Filme lang durch. Die Kamera an der Front löst erstaunlicherweise mit 3 Megapixel auf, die Rückkamera besitzt standardmäßig 5 Megapixel und beide Kameras bieten eine für ein Tablet exzellente Videoqualität bei 1080p mit 30 FPS.

2. Browser und Flash

Playbook Flash

Zugegeben, mittlerweile finden sich immer mehr Nutzer damit ab, dass Flash auf mobilen Endgeräten nie wirklich flüssig laufen wird – Adobe selbst verkündete längst, den Support mit der Zeit einstellen zu wollen. Wer dennoch auf Flash besteht wird mit dem PlayBook den besten Begleiter finden, denn selbst aufwendige Websites lassen sich mit dem Tablet fehlerfrei betrachten. Sogar Flashgames, wie man sie zum Beispiel auf newgrounds findet, lassen sich spielen, wenngleich auch mit Abstrichen in der Geschwindigkeit aufgrund der umfangreichen Werbung. Das Scrolling funktioniert hervorragend, das Wechseln zwischen den Tabs hätte man aber schöner gestalten können.

3. Performance

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Viele aufwendige 3D-Spiele wird man in der Appwelt von RIM nicht finden, denn es gibt einfach zu wenig Entwickler für das PlayBook. Beeindruckend ist jedoch die Multitasking-Fähigkeit des Gerätes, denn man kann ohne Probleme ein Video auf Youtube in 1080p abspielen und dann munter zwischen den Tabs wechseln und andere Dinge erledigen – ein Android-Tablet mit Dual-Core hätte hier längst gestreikt. Des Weiteren lassen sich weder im Hoch- noch Querformat Ruckler oder Verzögerungen erkennen, es „fließt“ einfach alles mehr als bei Android.

4. Bedienung über Gestensteuerung

Gestensteuerung Playbook

Das PlayBook besitzt einen recht breiten Rahmen, der aber für zahlreiche Gesten verwendet werden kann – so kann man zwischen Tabs wechseln, Menüs aufrufen, vor oder zurückgehen und sogar den Bildschirm entsperren, ohne die Hardware-Taste drücken zu müssen. Das Multitasking macht dadurch noch um einiges mehr Spaß, man hat mit einer kurzen Geste alle wichtigen Funktionen im Blick und kann so ähnlich wie beim WebOS von Palm sehr schnell und bequem zwischen Apps wechseln. Im Vergleich hierzu wirkt das Multitasking bei Android eher suboptimal und wie ein Kompromiss.

5. Android-Player

Kindle App Playbook

Die Appwelt von RIM ist wirklich karg bestückt, aber mit der neuen OS-Version lassen sich recht einfach Android-Apps auf dem PlayBook installieren. Man konvertiert hierfür die APKs in BAR-Dateien um und überträgt diese anschließend am PC mit dem DDPB-Installer auf das PlayBook. Die meisten Apps funktionieren auch tadellos, allerdings wird die Sache bei kostenpflichtigen Apps problematisch, da diese nicht legal als APK im Internet zur Verfügung stehen. Ob eine App funktioniert oder nicht ist mehr oder weniger Glückssache, im Zweifelsfalle kann man das aber in den entsprechenden Foren schnell in Erfahrung bringen.

Fazit:

Gegen das PlayBook spricht mittlerweile bei dem günstigen Preis von 199 Euro fast nichts mehr. Negativ fiel mir nur die extrem lange Bootzeit (knapp 3 Minuten) auf und dass das PlayBook in manchen Fenstern nur im Querformat bedient werden konnte. Das PlayBook-OS sieht zwar nicht gerade rosigen Zeiten entgegen und manche Nutzer werden sicherlich 3G-Konnektivität und einen microSD-Slot vermissen. Gerade wer jedoch bereits ein Android-Smartphone besitzt sollte sich überlegen, ob er sämtliche Apps unbedingt auch auf seinem Tablet benötigt.

In der Praxis erfüllt das PlayBook sämtliche Aufgaben als Tablet und Reader hervorragend, wer also ein gutes günstiges Tablet sucht muss nicht unbedingt auf das Google Nexus 7 warten. Android 4.1 Jelly Bean ist meiner Meinung nach als Tablet-OS immer noch nicht so durchdacht und angepasst wie das OS des PlayBooks, welches den größeren Bildschirm tatsächlich auch ausnutzt.

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