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App-Test: Riot Rings – Zwischendurch-Spaß auf dem iPad

Gestern ist mit „Riot Rings“ ein neues Spiel aus dem Bereich der Casual Games in Apples App Store für das iPad angekommen, welches, wie bereits so einige Spiele zuvor, ein einfaches Spielprinzip verfolgt, das schnell erklärt ist. Ziel ist es, Kugeln, hier repräsentiert von Tieren, von der Mitte aus in einen umgebenden Ring zu werfen, bis drei gleichartige nebeneinander liegen und daraufhin vom Spielfeld verschwinden, vergleichbar mit den bekannten Spielen Zuma oder Luxor. Soweit, so einfach, alles schon mal da gewesen, alles schon mal gesehen. Trotzdem entfacht das Spiel ein unheimliches Suchtpotenzial und macht vieles deutlich besser als die Konkurrenz.

Das fängt schon bei der niedlichen Optik an, wo sich „Riot Rings“ keine Patzer leistet. Zwar ist die Grafik einfach und comicartig gehalten, passt mit seinem niedlichen Charme jedoch hervorragend zum ebenso simplen Spielprinzip.

Wo das Spiel jedoch wirklich punktet, ist seine Ausgewogenheit. Während ähnliche Spiele meist in purer Hektik ausarten, darf man sich bei „Riot Rings“ in aller Regel ein wenig Zeit lassen, die nächste Aktion zu planen, wodurch die taktische Seite deutlich betont wird. Damit es trotzdem nicht langweilig wird, haben sich die Entwickler einiges einfallen lassen, um für Abwechslung zu sorgen. So sieht man sich beispielsweise von mehreren unregelmäßig pulsierenden und sich somit immer wieder wechselseitig überlagernden Ringen umgeben, die einer nach dem anderen aufgelöst werden wollen. Vor allem in solchen Level weiß man zu schätzen, nicht übermäßig gehetzt zu werden, sondern einen Augenblick nachdenken zu können oder von der Möglichkeit Gebrauch zu machen, das aktuelle Tier gegen ein anderes auszutauschen.

Darüber hinaus halten verschiedene, wiederkehrende Goodies, wie das alles auf seinem Weg vernichtende Rhinozeros oder eine die Tiere aus dem Ring hinfortlockende Keule Fleisch, welche auf dem Spielfeld erscheinen und innerhalb von fünf Sekunden eingesammelt werden wollen, den Spieler bei Laune.

Schafft man es nicht, sich gegen die von außen immer wieder in das Spielfeld hineingeworfenen Tiere zu erwehren, sodass sie in den in vielen Leveln auch stetig kleiner werdenden Ringen irgendwann zusammenstoßen, heißt es auf ein Neues.

Insgesamt stehen derzeit 101 Level bereit, die sich vom Spielprinzip her zwar oft sehr ähneln, doch gekonnt in Reihe gebracht wurden. Nach einem eher ruhigen, dafür kombinationstechnisch anspruchsvollen Level folgt ein schnelles, das in kurzer Zeit bewältigt werden will, wiederum gefolgt von einem simplen Level, welches ein wenig Ruhe nach den vorangegangenen Strapazen gönnt. Der Schwierigkeitsgrad steigt natürlich stetig weiter, der Spieler wird jedoch immer sehr behutsam an diesen herangeführt, sodass selten Frust aufkommt.

Riot Rings“ bietet viele Stunden Spielspaß für Zwischendurch. Ist die Kampagne geschafft, die von Cervo Media hoffentlich regelmäßig durch Updates erweitert wird, steht auch ein Endlosmodus zur Verfügung.

So einfach und bekannt das Grundprinzip des Spiels auch sein mag, die liebevolle Umsetzung lässt nichts zu wünschen übrig und schafft es, sich gegen die Konkurrenz zu behaupten. Bislang haben es nicht viele Spiele geschafft, längere Zeit auf meinem iPad zu verweilen. Neben „Angry Birds“ und „Cut The Rope“ dürfte sich „Riot Rings“ aber schnell einen verdienten Stammplatz erobern. Und für derzeit 0,79 € kann man kaum etwas falsch machen, daher eine klare Kaufempfehlung.



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