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Allview Viva Q8 im Test: Das 150-Euro-Tablet im iPad-mini-Look

Das Viva Q8 von dem rumänischen Hersteller Allview ist ein 7,9 Zoll großes Einsteiger-Tablet mit Android. Hierzulande dürfte die Firma noch kaum jemand kennen, jedoch sind die Geräte angesichts des günstigen Preises bei solider Hardware durchaus einen Blick wert. Wie sich das Allview Viva Q8 in der Praxis schlägt, erfahrt ihr in folgendem Review.

Video-Test

Verarbeitung/Aufbau

Aluminium Rückseite -200 x 139 x 7.5mm – 357 Gramm

Bevor wir mit dem Testbericht loslegen, sei erwähnt, dass das Allview Viva Q8 in der vorliegenden 8-GB-Version für rund 150 Euro zu haben ist und eine 16-GB-Version für 160 Euro bestellt werden kann. Wenn ihr den Preis im Hinterkopf behaltet, werden euch manche Sachen überraschen.

Allview Viva Q8 Rückseite

Abgesehen von einer Unebenheit auf der Gehäuse-Oberseite – hier liegt der Bereich, in dem die Anschlüsse sitzen, am Rand rund einen Millimeter unterhalb des restlichen Gehäuses – ist die Verarbeitung sehr gut: Alle Anschlüsse und Knöpfe sitzen fest im Gehäuse, lassen sich gut bedienen und wackeln nicht. Das Aluminium auf der Rückseite fühlt sich gut an, sorgt aber leider dafür, dass das Tablet gerne mal aus der Hand rutscht – das haben Aluminium-Gehäuse trotz aller handschmeichelnden Eigenschaften so an sich.

Schaut man sich die Oberseite weiter an, fallen gleich einige interessante Sachen in den Blick:
Neben der Ein-/Aus-/Power-Taste finden sich auch ein Micro-USB-Anschluss, ein Micro-HDMI-Anschluss, ein Mikrofon, der 3,5-mm Klinkenstecker und ein physischer Homebutton – diesen schauen wir uns später nochmal an. Ein 3G-Modem kann angeschlossen und somit auch mobil ins Internet gegangen werden. Kompatible Geräte sind laut Datenblatt: ZTE MF110, Huawei E180, ZTE MF190, Huawei E261, Huawei E3131, Huawei E190, Huawei E169, Allview MA110, Huawei E352, Huawei E122 und ZTE MF691.

Allview Viva Q8 Anschlüsse

Bleiben nicht viele weitere Anschlüsse übrig: Rechts gibt es einen microSD-Kartenslot, links nichts und unten zwei Lautsprecher. Auf Lautstärketasten wird verzichtet, diese befinden sich als On-Screen-Tasten neben den üblichen Steuerelementen „Menü“, „Home“ und „Zurück“.

Allview Viva Q8 - Onscreen-Tasten

Auf der Rückseite gibt es dann noch ein Branding und eine 5-MP-Hauptkamera – ohne Blitz. Fotos können mit 2.592 x 1.936 oder 1.600 x 1.200 Pixeln aufgenommen, Videos in Full HD (1080p) aufgezeichnet werden.

Allview Viva Q8 Kamera

Vorne findet sich eine Frontkamera mit 0,3 MP, und zur Steuerung die On-Screen-Tasten. Außergewöhnlich gelöst wurde, dass diese beispielsweise in der Kamera komplett verschwinden – möchte man die App verlassen, betätigt man den Homebutton auf der Gehäuse-Oberseite.

Software

Hier wird’s erst einmal kompliziert: Die Systemsprache bei Auslieferung ist Rumänisch, damit werden nicht viele etwas anfangen können. Ein Umstellen auf die deutsche Sprache ist natürlich dennoch möglich.
Außerdem auffällig: Es gibt keinen Einrichtungsassisstenten. Viele werden diese nervigen Schritte beim ersten Hochfahren nicht leiden können, sinnvoll sind sie aber doch, vor allem, wenn man zum ersten Mal ein Tablet in der Hand hält.

Was zumindest mir positiv aufgefallen ist: Es gibt kaum Bloatware. Jeder, der mal ein Samsung-Gerät in der Hand hielt, kennt diese vielen Apps, die man weder braucht noch haben will. Darauf hat Allview bis auf kleine, sinnvolle Ausnahmen  verzichtet. Dazu zählt ein Videoplayer mit dem klangvollen Namen „4K“ oder ein Virenschutzprogramm.

Allview Viva Q8 Android-Version

Ansonsten sei erwähnt, dass Android in Version 4.2.2 Jelly Bean vorinstalliert ist, und Allview diese auch größtenteils übernimmt.

Ruckler sind zwar vorhanden, aber Mangelware.  Dies kennt man von TouchWiz auf deutlich höherpreisigen Geräten auch nicht anders.

Display

7,9 Zoll – IPS-LCD – 1.024 x 768 Pixel – 4:3-Format – 162 ppi

Das Display ist so eine Sache an sich. Die Farben sind kräftig, die Blickwinkel wissen zu gefallen und man kann damit echt etwas anfangen. Was mir nicht gefällt, ist das 4:3-Format, auf welches auch Apple setzt und die niedrige Auflösung, die bei Bildern jedoch kaum auffällt. Dafür aber bei Texten, in Menüs und auf den Homescreens. Für den Preis spielt das aber absolut keine Rolle. Außerdem zu erwähnen: Fingerabdrücke werden magisch angezogen.

Allview Viva Q8 Display

Aufgrund der Bauform – dünne Rahmen links und rechts, breitere Rahmen oberhalb und unterhalb des Displays – gleicht das VivoQ8 dem iPad mini.

Kamera

5 MP – Videos in Full HD – 0,3-MP-Frontkamera

Auf der Rückseite findest sich eine 5-MP-Kamera. Fotos und Videos sind in allen Belangen passabel, nicht mehr und nicht weniger. Schnappschüsse gelingen bei ruhiger Hand dennoch.
Die App ist in Sachen Aufbau relativ „altmodisch“, bietet allerdings alle wichtigen Einstellungen.

Allview Viva Q8 Kamera-App

Verschiedene Effekte, Panorama-Modus und Reihenaufnahme sind möglich. Das Einstellungsmenü sind komplett auf Englisch gehalten – trotz deutscher Systemsprache.

Gaming

Cortex A7 – 1-GHz-Quad-Core-Prozessor – 1 GB RAM

Alle getesteten Spielen waren spielbar – Benji Bananas, Dead Trigger 2, Shadow Gun und Temple Run komplett flüssig und ohne Probleme, bei Real Racing und Asphalt 8 kam es zwischenzeitig zu kurzen, an sich nicht schlimmen Rucklern. Als spieltrübend würde ich sie nicht bezeichnen, da es nur zeitweise der Fall war – absolut nicht jedes Mal.

Allview Viva Q8 Gaming

Benchmarks

Benchmarks sind ja immer umstritten – viele bestehen drauf, erfreuen sich eines Vergleichwertes mit anderen Tablets und sehen eine Leistungsbestätigung; für andere Nutzer spielen Benchmarks keine Rolle.

Allview Viva Q8 Benchmarks

Ich habe sie der Vollständigkeit halber für euch auf dem Allview Viva Q8 durchlaufen lassen und bin zu folgenden Ergebnissen gekommen:

  • Quadrant Standard – 2741 Punkte
  • AnTuTu – 12336 Punkte
  • Vellamo – 1182 Punkte
  • NenaMark 2 – 61.1 fps

Akkulaufzeit

Der Akku hielt bei meinen Tests durchschnittlich rund 8 Stunden – bei normaler Nutzung.
Während intensiver Nutzung (Gaming, WLAN an, Helligkeit hoch, im Internet surfen) war nach rund 3,5 Stunden die Power weg.  Da hätte ich mir ein wenig mehr gewünscht.

Übrigens: Bei Auslieferung war mein Akku 92 Prozent geladen. Nach 40 Minuten waren es nur noch 40 Prozent. Der Akku muss erst ein paar Mal ge- und vollständig entladen werden. Dann pendelt sich die Akkuleistung in etwa bei den oben genannten Werten ein.

Test-Fazit

Kurz und knapp:  Wer ein günstiges Tablet sucht, das für alle einfachen Aufgaben reicht, sollte sich das AllView Viva Q8 einmal genauer ansehen.

Allview Viva Q8

Ordentlich verarbeitet, es läuft flüssig, das Display geht vollkommen in Ordnung, der Speicher lässt sich erweitern, und Micro-HDMI ist zusätzlich an Bord.

Negativ zu erwähnen wäre eventuell, dass Bluetooth fehlt und die Kameras wirklich nur für ganz einfache Schnappschüsse reichen.



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