Dabei hätte es ein absoluter Erfolg werden können – mittels OnLive war es Nutzern in den USA und kurzweilig auch Großbritannien möglich, Spiele über die Cloud auf iOS- und Android-Geräte zu streamen. So konnte man Konsolen-Kracher ebenso wie PC-Bestseller in höchster Auflösung auf jedem beliebigen Tablet via WLAN spielen, die Rechenleistung brachten die Server des Unternehmens auf. Anscheinend war das Ganze aber nicht so lukrativ wie es hätte sein sollen, aufgrund hoher Schulden wurde OnLive nun für gerade einmal 4,8 Millionen US-Dollar aufgekauft.
Für ein Unternehmen, dessen Wert einst auf bis zu 1,8 Milliarden US-Dollar geschätzt wurde, ist das ein ziemlich geringer Betrag; selbst im Vergleich mit anderen Übernahmen, etwa dem Aufkauf von Gaikai durch Sony für 308 Millionen US-Dollar sind 4,8 Millionen US-Dollar eine verschwindend geringe Summe für ein Unternehmen. Angehäuft wurden insgesamt 18 Millionen US-Dollar an Schulden, die wohl auf eine Fehlwirtschaft zurückzuführen ist.
Die Problematik besteht darin, dass zwar sehr viele Nutzer im OnLive-Netzwerk kostenlos registriert waren, jedoch nur ein Bruchteil tagtäglich die Spiele verwendete und dafür bezahlte. Die Abrechnung erfolgte entweder monatlich in Form einer Flat oder pro Spiel, wobei sich beides für den Anbieter wohl kaum ausreichend rentiert hat, um die Server zu finanzieren.
via engadget

