Das Amazon Kindle Fire HD empfinde ich persönlich als eine pure Enttäuschung – viel zu unhandlich, viel zu eingeschränkte Software und auch die Hardware kann nicht mit dem Nexus 7 mithalten. Barnes&Nobles hatten in der Vergangenheit schon schwer mit dem Vorgänger des Kindle Fire HD auf dem Markt zu kämpfen, die beiden nun vorgestellten Geräte haben meiner Meinung nach jedoch definitiv das Potenzial, selbst dem Google Nexus 7 so einige Kunden streitig zu machen.
Das neue Nook HD macht seinem Namen wahrlich alle Ehre – auf einer Display-Diagonale von 7 Zoll kommt es mit einer sagenhaften auflösung von 1440×900 Pixel, was einer Pixeldichte von 244 PPI entspricht. Somit ist es weit schärfer als das Amazon Kindle Fire HD oder auch das Google Nexus 7, was sich im Einsatz als Reader deutlich bemerkbar machen sollte. Im Hands-On bescheinigten die Tester dem Nook HD eine weitaus bessere Bildqualität als dem Nexus 7, welches bereits ein sehr gutes IPS-Panel besitzt.
Zudem ist das Tablet mit 315 g bei weitem nicht so schwer und klobig wie das Kindle Fire HD, welches 395 g wiegt. Zudem ist es mit 127 mm einen ganzen cm schmaler als das Kindle Fire HD, sodasss es ähnlich wie das Google Nexus 7 in der Hand liegen dürfte. Die gummierte Rückseite erinnert ebenfalls an die Konkurrenz, über das Design kann man sich sicherlich streiten.
Anders sieht es bei der Hardware-Ausstattung aus, die mit 8 bzw. 16 GB internem Speicher, einer 1,3-GHz-Dual-Core-CPU, 1 GB RAM, microSD-Slot und FullHD-Output über ein spezielles Kabel die meisten Anforderungen erfüllen sollte. Lediglich eine Kamera wird beim Nook HD vermisst, die CPU lieferte im Benchmark dafür bessere Ergebnisse als das Kindle Fire HD und der Preis ist mit 199 US-Dollar ziemlich fair.
Das Nook HD+ wird vermutlich das günstigste FullHD-Tablet sein, welches in diesem Jahr auf den Markt kommt. Auf einer Diagonale von 9 Zoll löst es mit 1920×1200 Pixel auf und bietet somit 256 PPI – nur einige Pixel weniger als das neue iPad, dessen Display eine Pixeldichte von 264 PPI besitzt. Zum Einsatz kommt wie immer ein IPS-Display, die meiner Meinung nach beste Technologie auf dem Massenmarkt.
Gerade für Reader ist z.B. ein OLED-Screen kaum geeignet, weil hauptsächlich Inhalte schwarz auf weiß dargestellt werden sollen und dies zu einem erhöhten Stromverbrauch führt. Ein weiterer Grund ist die Bildschärfe, da OLED-Screens weitaus weniger scharf sind als vergleichbare IPS-Displays, auch wenn Farben und Kontraste natürlich besser zur Geltung kommen. Im Hands-On wirkten Icons und Schriften sehr scharf und detailliert, von der Bildqualität dürfte das Nook HD+ sehr nahe an das iPad 3 herankommen.
Intern verbaut sind 16 bzw. 32 GB Speicher, die ebenfalls erweitert werden können, SRS-Unterstützung für besseren Sound und ein 6000 mAh starker Akku, der bis zu 9 Stunden Video-Wiedergabe bzw. 10 Stunden im Reader-Einsatz ermöglichen soll. Ob das bei einem FullHD-Display wirklich in der Praxis umsetzbar ist bleibt fraglich und muss sich im Praxistest zeigen. Als Software kommt bei beiden Geräten eine Abwandlung von Android zum Einsatz, die z.B. auch die Einrichtung unterschiedlicher Konten ermöglicht. Das Nook HD+ wird ab 269 US-Dollar verkauft werden, Vorbestellungen sind ab Oktober möglich und die Auslieferung erfolgt vermutlich Mitte November – zumindest in den USA.
via slashgear

