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TrekStor SurfTab xiron 10.1: Test des 10-Zollers für unter 200 Euro

Wer auf der Suche nach einem günstigen 10-Zoll-Tablet ist, kommt an dem Hersteller TrekStor kaum vorbei. Mit dem SurfTab xiron 10.1 bietet das Unternehmen ein 10,1 Zoll großes Android-Tablet mit IPS-Display und Quad-Core-Prozessor für unter 200 Euro an. Ob das Tablet auch in der Praxis überzeugen kann, erfahrt ihr in diesem Testartikel und unserem Video-Review.

Hinweis: Die Ausstattung des SurfTab xiron 10.1 ähnelt sehr dem TrekStor Volks-Tablet, das xiron kommt allerdings in einem anderen Format daher (16:10 statt 16:9) und hat eine etwas andere Displayauflösung. Zudem sind nicht die BILD-Apps wie beim Volks-Tablet vorinstalliert.

Video-Review

Verarbeitung/Materialien

Aluminium/Plastik mit den Maßen 260 x 173 x 11 mm; Gewicht: 678 Gramm

Xiron Seite

Sobald man das TrekStor SurfTab xiron 10.1 das erste Mal in die Hand nimmt, fallen einem das hohe Gewicht von fast 700 Gramm und die Dicke von 11 mm auf. Während dies vor zwei, drei Jahren noch Standard war, haben mittlerweile Tablets wie das iPad Air (7,5 mm/ 469 Gramm) und das Galaxy Note 10.1 2014 (7,9 mm /535 Gramm) andere Maßstäbe gesetzt. Wenn man sich jedoch an das Gewicht des xiron 10.1 gewöhnt hat, kommt die durchaus gute Verarbeitung des Geräts zur Geltung. Der solide Eindruck bleibt auch bestehen, wenn leichter Druck auf das Tablet ausgeübt wird, Knack- oder Knarzgeräusche sind während unseres Tests nicht festzustellen.

Neben dem Display ist auf der Vorderseite des xiron 10.1 nur eine Kamera mit 2-Megapixel-Auflösung zu finden; diese reicht für Videotelefonie aus, für Fotos ist sie aber aufgrund der geringen Auflösung nicht zu empfehlen. Kapazitive Tasten sind nicht zu finden, TrekStor setzt ausschließlich auf virtuelle Tasten, die sich dadurch der Orientierung des Displays anpassen und immer eine gute Bedienung ermöglichen.

Xiron Ports

Alle Anschlüsse befinden sich auf der linken Seite des Tablets; neben einem Kopfhöreranschluss bietet das SurfTab xiron 10.1 dabei auch einen Micro-USB-Anschluss zum Laden und Synchronisieren, einen bei Tablets relativ seltenen Micro-HDMI-Anschluss und einen SD-Kartenslot für die Erweiterung des internen Speichers von 16 GB.

Auf der Rückseite des Tablets sind neben der Kamera mit 5 Megapixeln auch ein Mono-Lautsprecher und ein kleiner, in das Gehäuse eingelassener Reset-Knopf zu finden. An der oberen Kante der Rückseite befinden sich die Tasten des SurfTabs. Neben einem Lautstärkeregler gibt es auch einen An-/Aus-Button sowie eine Zurück-Taste. Die Tasten sind dabei allesamt zu weit ins Gehäuse eingelassen, wodurch die Bedienung erschwert wird; zusätzlich ist der Druckpunkt viel zu hart.

SoftwareXiron Display

Bei der Software bietet das xiron 10.1 Android in der Version 4.2.2 Jelly Bean. Im Gegensatz zu vielen anderen Herstellern setzt TrekStor keine eigene Android-Skin ein, wodurch Bloatware vermindert und die Leistung nicht beeinträchtigt wird. Überraschenderweise müssen Apps wie Chrome oder Hangouts aber erst installiert werden – auf dem Tablet befinden sich im Auslieferungszustand noch die alten Versionen wie Google Talk oder der Google-Browser.

Display

10,1-Zoll-IPS-Display mit einer Auflösung von 1280 x 800 Pixeln; PPI: 150,94

Xiron Internet

Während die Blickwinkel des Displays dank IPS-Technologie solide sind und auch die Farben natürlich wirken, ist die Auflösung von 1280 x 800 Pixeln bei einer Diagonale von 10,1 Zoll nicht mehr zeitgemäß. Vor allem die Darstellung von Text leidet unter der geringen Auflösung, das Display wirkt in unserem Test insgesamt einfach unscharf. Auch die maximale Helligkeit des Tablets ist nicht zufriedenstellend; ein Einsatz im Freien ist bei direkter Sonneneinstrahlung nicht möglich.

Das mit Abstand größte Problem des Displays ist jedoch der Touchscreen selbst: Gesten werden oft nicht registriert, wodurch zum Beispiel zur Anzeige der Benachrichtigungen teilweise die Wischgeste von oben drei- oder viermal wiederholt werden muss, bis eine entsprechende Reaktion auf dem Display folgt.

Gaming

Cortex A9 – 1,6-GHz-Quad-Core-Prozessor

Xiron Gaming

Auch wenn der Cortex-A9-Quad-Core-Prozessor des xiron-Tablets nicht mehr zu den aktuellsten Prozessoren zählt und die Leistung nicht mit aktuellen Chips mithalten kann, reicht die Leistung vor allem dank der geringen Displayauflösung für Spiele wie Virtua Tennis von Sega noch aus. Nur bei Spielen, welche die Mali-400-GPU noch mehr fordern (wie Shadowgun Deadzone), müssen Ruckler in Kauf genommen werden.

Benchmarks

Um einen theoretischen Vergleichswert zu anderen Tablets und Smartphones zu haben, findet ihr im Anschluss Benchmark-Ergebnisse des TrekStor SurfTab xiron 10.1. Wie schon erwartet, kann das SoC mit aktuelleren Chipsätzen von der Leistung her bei Weitem nicht mehr mithalten.

  • Ice Storm Unlimited – 3313
  • GFX Bench – 622 // 20,7 fps
  • Geekbench 3 – 455 // 1260
  • Sunspider – 1279,2 ms
Xiron Benchmarks

Akku

Die Akkulaufzeit des xiron 10.1 war bei unserem Test gut, aber nicht herausragend; bei normaler Nutzung sollte der Akku 2 bis 3 Tage ausreichen. Nur wenn Apps heruntergeladen werden oder intensive Spiele gespielt werden, geht der Akku sehr schnell zur Neige.

Test-Fazit

Das xiron 10.1 von TrekStor wirkt auf den ersten Blick dank Quad-Core-Prozessor, IPS-Display und vor allem aufgrund des geringen Preises von unter 200 Euro wie eine perfekte Wahl bei begrenztem Budget. Leider zeigten sich im Test einige Schwächen, sodass das Tablet trotz des niedrigen Preises nicht uneingeschränkt empfohlen werden kann.

Das Display enttäuscht im Test außer bei den Blickwinkeln auf ganzer Linie: Es ist zu dunkel und die Auflösung von 1280 x 800 Pixeln einfach zu gering, vor allem der Touchscreen selbst sorgt durch Aussetzer für Verzweiflung. Das Gehäuse mit der Aluminiumrückseite fühlt sich wertig an, ist aber zu schwer, um es über einen längeren Zeitraum komfortabel in der Hand zu nutzen. Die Tasten für die Lautstärkereglung und den An- und Aus-Knopf sind nur schwer zu drücken und ohne hinzugucken auch schwer zu finden, da sie zu weit in das Gehäuse eingelassen sind.

Xiron Knöpfe

Die Leistung des Prozessors ist in Anbetracht des geringen Preises durchaus in Ordnung, Internet-Surfen und auch weniger intensive 3D Spiele wie Virtua Tennis sind damit kein Problem. Trotz allem zeigt sich teilweise auch das Alter des Chips: Es kann manchmal einige Momente dauern bis das Tablet reagiert (beispielsweise beim Drehen des Displays und die darauf folgende Drehung des Bildschirminhaltes).

Die Stärken des xiron 10.1 werden im Test auch deutlich. Für unter 200 Euro erhält man ein Tablet mit guter Verarbeitung, einem microSD-Kartenslot zur Speichererweiterung sowie einem Micro-HDMI Ausgang womit das SurfTab mit einem Fernseher verbunden werden kann. Beim Anschauen von Videos gefallen die guten Blickwinkel des IPS-Displays.

TrekStor SurfTab xiron 10.1 im Lidl-Onlineshop!

Wer auf der Suche nach einem 10-Zoll-Tablet für unter 200 Euro ist, kommt an dem TrekStor 10.1 kaum vorbei. Wer sich das Tablet kauft, muss sich aber bewusst sein, im Vergleich zu mehr als doppelt so teuren Geräten wie dem iPad Air auch deutliche Abstriche machen zu müssen. Wer mit einem kleineren Display leben kann, für den ist das Nexus 7 (2013) von ASUS zu empfehlen. Momentan gibt es das Gerät mit Android 4.4 KitKat und einem Full-HD-Display ebenfalls schon für unter 200 Euro.



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