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Pearl Touchlet X10.quad im Test: Mittelklasse-Tablet mit einigen Schwächen

Anfang März stellte Pearl im Rahmen der CeBIT das Touchlet X10.quad vor und damit auch ein Tablet, das mit dem iPad konkurrieren soll.

Von den Spezifikationen her verspricht das Tablet eine Menge – ob sich das auch in der Praxis bewährt, lest ihr in unserem Testbericht.

Technische Daten des Touchlet X10.quad:

  • 9,7-Zoll-Display mit einer Auflösung von 2048 x 1536 Pixel, Pixeldichte von 264 ppi
  • Cortex A7 Quad-Core-Prozessor mit 1 GHz
  • 2 GB Arbeitsspeicher
  • 4 GB interner Speicher, davon 3 GB nutzbar (erweiterbar über microSD/SDHC-Karte auf bis zu 64 GB)
  • 2-Megapixel-Kamera
  • 2-Megapixel-Frontkamera
  • 8200-mAh-Akku
  • Abmessungen: 190 x 245 x 8,5 mm
  • Gewicht: 658 Gramm
  • Micro-HDMI-Anschluss
  • Android 4.1.1 Jelly Bean

Design und Hardware

Pearl Touchlet X10.quad2

Das Pearl Touchlet X10.quad wird in einer weißen Verpackung geliefert, auf der das Gerät mehrmals abgedruckt ist. Öffnet man die Verpackung, strahlt einem das 9,7 Zoll große – in unserem Fall schwarze – Gerät entgegen, darunter befinden zwei USB-Kabel mit verschiedenen Längen, ein Netzadapter und Bedienungsanleitungen auf Deutsch und Französisch.

Design

Beim Touchlet X10.quad handelt es sich fast um eine 1:1-Kopie des iPads. An sich macht das Tablet in unserem Test einen sehr soliden Eindruck: Insbesondere bei der Verarbeitung legte sich Pearl sehr ins Zeug und produzierte ein gut gefertigtes Gerät. Die Vorderseite besteht komplett aus Glas (leider kein Corning Gorilla Glass) und wird mit einem iPad-ähnlichen, schwarzen Rahmen komplettiert, in der auch oben die 2-Megapixel-Frontkamera sitzt. Auf der rechten Seite befinden sich keine Tasten, auf der linken gibt es nur den microSD-Kartenslot.

Alle Tasten und Anschlüsse sind auf der oberen Seite verbaut: Power-Taste, Mikrofon, Mini-USB-Anschluss, Micro-HDMI-Anschluss und eine physische Home-Taste. Die Rückseite besteht aus Aluminium und sorgt für ein sehr wertiges Aussehen. Des Weiteren befindet sich auf der Rückseite lediglich die 2-Megapixel-Kamera. Am unteren Ende gibt es die Stereo-Lautsprecher, die im Gitter-Look daherkommen.

Pearl Touchlet X10.quad1

Pearl Touchlet X10.quad

Performance

Im Pearl Touchlet X10.quad läuft ein Quad-Core-Prozessor mit 1 GHz, der theoretisch viel Dampf unter der Haube haben müsste. In der Praxis jedoch sieht die Sache ganz anders aus. Das Gerät erlaubt sich in der allgemeinen Nutzung viele Denkpausen, ruckelt des Öfteren und auch Apps hängen sich ab und zu mal auf. Das könnte der Tatsache geschuldet sein, dass das Gerät über eine sehr hohe Displayauflösung verfügt und der Prozessor damit nicht klarkommt.

Erstaunlicherweise treten diese Probleme bei Games wie Fruit Ninja oder Temple Run 2 nicht auf. Die Spiele laufen im Test einwandfrei. Meiner Meinung nach könnte die Surf-Performance auch etwas besser sein, denn Webseiten brauchen sehr lange, bis sie geladen werden und die Denkpausen setzen auch hier ein. In Benchmarks erreicht das Tablet mittelmäßige Ergebnisse: Beim Quadrant-Benchmark gibt es 3234 Punkte, bei AnTuTu 10530.

Display

Das Display gehört zu den Hauptfeatures dieses Tablets und damit wird auch mächtig auf der Pearl-Webseite geworben. Es hat dieselbe Displaygröße wie das iPad 4 und auch dieselbe Auflösung von 2048 x 1536 Pixel. Daraus resultiert eine Pixeldichte von 264 ppi, was ein guter Wert bei Tablets ist. Dank der mehr als ausreichenden Helligkeit von 400 Candela pro Quadratmeter und dem verbauten IPS-Panel ist das Tablet sehr blickwinkelstabil. Bei direkter Lichteinstrahlung spiegelt das Touchlet X10.quad, wie auch fast jedes andere Tablet.

Lautsprecher, Akku und die Kameras

Lautsprecher müssen insbesondere bei Tablets von guter Qualität sein, da oft Videos wiedergeben werden und diese gut klingen müssen. Im Falle des Touchlet X10.quad gehören die Stereo-Lautsprecher zu den größten Kritikpunkten: Sie klingen in unserem Test allgemein leise und man kann auch ein deutliches Rauschen raushören, was das Klangerlebnis sehr mindert. Da hat Pearl definitiv am falschen Ende gespart.

Der Akku des 9,7-Zoll-Tablets hat mich ehrlich gesagt sehr überrascht, denn das Gerät lief und lief und lief. Das Touchlet X10.quad hat während der Nutzung einen geringen Akkuverbrauch und auch die Standby-Zeit ist hervorragend.

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Über die verbauten Kameras braucht man eigentlich nicht so viel sagen: Die zwei 2-Megapixel-Kameras schießen qualitativ schlechte Fotos mit viel Rauschen. Aber natürlich muss man hinzufügen, dass man von Tablet-Kameras nicht viel erwarten darf. Dennoch finde ich es schade, dass die Kamera-App komplett auf Englisch ist.

Software

Auf dem Touchlet X10.quad ist Android 4.1.1 Jelly Bean vorinstalliert und läuft ohne jegliche Anpassung von Pearl, also als Stock-Android. Wie ihr wahrscheinlich schon bemerkt habt, hat das Tablet keine physische Laut- und Leisewippe. Sie ist in der Software integriert und kann vom unteren Bildschirmrand gesteuert werden.

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Des Weiteren sind folgende Apps vorinstalliert:

  • 4K VideoPlayer
  • Datei Manager
  • G Data MobileSecurity

Fazit

Zu einem Preis von 269 Euro erhaltet ihr ein Gerät, das eine hervorragende Verarbeitung bietet und über ein sehr hochauflösendes Display verfügt. Leider überwiegen die Nachteile und das trübt das Gesamtergebnis des Tests: Die Performanceschwäche und die miesen Lautsprecher sind nicht zu übersehen. Wer aber hauptsächlich Spiele spielen will, würde mit dem Touchlet X10.quad eine gute Wahl treffen. Wer am Pearl-Tablet Interesse gefunden hat, kann es hier bei Pearl kaufen. Als Alternative würden wir das ASUS MeMO Pad Smart ME301T vorschlagen. Kostet einen Ticken mehr, bietet jedoch auch ein etwas besseres Gesamtpaket.

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