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Kommentar: Tablets in der Uni – nicht immer eine gute Idee

Manch einer ist sicherlich auf der Suche nach einem Tablet oder Convertible in der Hoffnung, dass man durch den Erwerb eines solchen Gerätes die eigene Produktivität steigern könnte. Kein Wunder, wird einem doch in zahlreichen Werbespots von Apple und Samsung immer wieder suggeriert, welchen unglaublichen Zuwachs der Einsatz eines Tablets doch für die Leistung des Nutzers darstellen kann. Doch auch von Microsoft kommen immer wieder Initiativen in der Bildung und natürlich das Image vom Tablet als schlanken Begleiter für die Uni. Häufig stellt sich einem allerdings die Frage – lohnt sich der Kauf eines solchen Gerätes tatsächlich für den akademischen Betrieb?

Die positiven Seiten der Tablet-Nutzung – kompakte und zuverlässige Begleiter mit vielen Funktionen

Im Vergleich zu Laptops haben Tablets offenbar den Vorteil, dass sie viel leichter und schlanker sind, unter anderem sogar im 7-Zoll-Format herkommen und obendrein keinen Krach durch Lüfter verursachen. Bei einem Laptop muss man zudem des Häufigeren die Sorge haben, dass einem mitten im Tag der Strom ausgeht – selbst dann, wenn man das Gerät gar nicht verwendet. Gerade Windows zeigt sich an dieser Stelle häufig mit ominösen Quellen für den Stromverbrauch, bei MacBooks ist die Akkulaufzeit zwar grandios, die Geräte allerdings vergleichsweise teuer.

Da bietet sich eigentlich eher ein günstiges Android-Tablet oder auch Windows-8.1-Tablet an, welche aktuell ja auch schon für unter 300 Euro zu ergattern sind. Mit diesen kann man dann vornehmlich abgespeicherte Dokumente abrufen, im Internet recherchieren oder sich auch einfach mal zwischendurch entspannen.

Es gibt viele Vorteile bei der Nutzung eines Tablets gegenüber eines Laptops, die alle vornehmlich mit der Kompaktheit des Gerätes zusammenhängen und in der Funktionsvielfalt stehen die kleinen Multimediazentralen Laptops mittlerweile kaum noch in irgendeiner Hinsicht nach, wobei man sich natürlich je nach Anwendungsszenario für iOS, Android oder Windows 8 entscheiden muss. Erfahrungsgemäß eignen sich iOS und Windows 8 aufgrund der entsprechenden Applikationen eher für den Unibetrieb, wohingegen Android-Tablets günstiger sind und als Reader oder zum Surfen völlig ausreichen.

Probleme und Grundsatzdiskussionen

Es ist aber nicht ganz so leicht, Tablet gleich als perfekten Begleiter für den Uni-Alltag darzustellen. Zunächst einmal verleitet ein Tablet häufig dazu, sämtliche Materialien zuhause zu lassen – nur um dann hin und wieder festzustellen, dass einem doch das eine oder andere Arbeitsblatt fehlt. Gerade in naturwissenschaftlichen Fächern wird man Aufgaben und Abgaben häufig mit Tinte erledigen und wenn man die Blätter dann nicht eingescannt in der Dropbox hochgeladen hat, ist der Zugriff via Tablet darauf schwer möglich. Ebenso werden viele Nutzer bei der Nutzung während der Vorlesung schnell dazu verleitet, sich doch eher etwaigen Spielen oder der Suche nach „neuen produktiven Apps“ zu widmen, anstatt den Ausführungen des Professors zu lauschen.

Darüber hinaus kommen die Geräte auch nicht immer gut bei den Dozenten an – noch eher als bei Laptops, auf denen man ja immerhin noch aktiv mitschreibt, entsteht bei Tablets stärker der Eindruck, dass die Studenten nicht wirklich an der Vorlesung teilnehmen, was schnell zu Streitigkeiten oder gar zum Verweis aus der Vorlesung führen kann.

Eine Ausnahme stellen natürlich gewissermaßen die Nutzer dar, die ihr Tablet mit Stylus zum mitschreiben verwenden. Dies erfordert jedoch einiges an Eingewöhnungszeit, die man sich nicht erst in der Vorlesung nehmen sollte. Wer etwa die erste Stunde der Vorlesung damit verbringt, seinen Stylus zu kalibrieren, anstatt die Vorlesung mitzuschreiben, läuft schnell Gefahr vom eigentlichen Stoff nicht mehr zu viel mitzubekommen.

Im Allgemeinen ist mit großer Technikbegeisterung schnell das Risiko gegeben, dass man sich doch mehr mit seinem High-End-Gerät als den Inhalten der Vorlesung beschäftigt, weshalb in den meisten Fällen dann doch eher zu traditionellem Zettel und Stift gegriffen werden sollte. Ergo lohnen sich Tablets in der Uni zwar definitiv, doch sollte man dringend aufpassen, den Geräten nicht zuviel Aufmerksamkeit zu widmen oder dem Glauben anheimfallen, man könne dank diesen ohne Probleme gleich auf Zettel und Stift verzichten.

Verwendet ihr Tablets in der Universität? Wenn ja, in welchem Umfang?

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