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Hanvon TouchPad B10 im Test

Bei dem Hanvon TouchPad B10 handelt es sich um ein 10,1-Zoll-Tablet mit dem Betriebsystem Windows 7. Damit ist es bisher noch eines der wenigen Tablets, die auf Windows 7 setzen. Viele andere Hersteller befürchten, dass Windows 7 zu viele Ressourcen benötigt um flüssig arbeiten zu können.

Davor muss sich das TouchPad B10 nicht fürchten, denn mit dem 1,3 GHz starken Intel Celeron ULV 743 und 2 GB Arbeitsspeicher bringt es genug Leistung mit.

Erster Eindruck

Das Gehäuse und die Verarbeitung des Gerätes scheinen nach unserem ersten Eindruck gut zu sein. Es knirscht und knackt nicht und wirkt durch den Kontrast des Glossy-Bildschirms zum mattgrau bzw. schwarzen Gehäuse schick und hochwertig verarbeitet.

Negativ zu bewerten ist leider das Gewicht. Denn mit knapp 1000 Gramm gehört das Tablet auf jeden Fall zu den Schwergewichten auf dem Markt. Was auf den ersten Eindruck noch den Gedanken unterstützt, etwas „Ordentliches“ in der Hand zu halten, ändert sich jedoch schnell in ein dauerhaftes Ablegen während der Benutzung.

Positiv dagegen ist die Gesamtgröße von 25,3 x 16,8 x 1,8 cm. Obwohl das Tablet etwas dicker als das iPad (1,34 cm) ist, wirkt es handlich und lässt sich außerdem gut in einer Tasche oder Rucksack verstauen.

Hanvon TouchPad B10 Review

Ausstattung

Die Ausstattung des Hanvon TouchPad B10 ist ein eindeutiger Pluspunkt des Tablets. Denn wenn man Leistung und Ausstattung beachtet, kann man vielleicht auch über das Gewicht hinweg sehen.

So kann das TouchPad B10 mit seinen 1,3 GHz (Intel Celeron ULV 743), 2 GB Arbeitsspeicher, 250-GB-Festplatte (2,5“) und 10,1 Zoll großem kapazitiven LED-Touchscreen durchaus mit den meisten Netbooks mithalten.

Für alle Peripherie-Liebhaber gibt es alle notwendigen Anschlüsse: So sind neben zwei USB 2.0 verbaut und ein Mini-HDMI-Ausgang sorgt für die Möglichkeit der Videoausgabe auf anderen Geräten. Des Weiteren ist ein SD-/MD-/MicroSD-Kartenslot, WiFi 802.11B/G und Bluetooth V2.1+EDR enthalten.

Hanvon B10

Für multimediale Funktionen bietet das TouchPad B10 ein integriertes Mikrofon sowie Lautsprecher. Die dazugehörigen Ausgänge sind selbstverständlich vorhanden. Eine 1,3-Megapixel-Webcam ist ebenfalls mit an Bord.

Zur weiteren Unterstützung der Bedienung gibt es noch drei belegbare Funktionstasten, eine Art Scrollrad sowie ein kleines TrackPad, welches das Steuern der Maus in Windows 7 neben der Touchbedienung ermöglicht.

Als Batterie arbeitet ein 4800m Ah starker Akku, welcher im Test auf eine Laufzeit von 3,5 Stunden (Multimedia, Surfen) kam.

TouchPad B10

Touchscreen, Reaktion

Der kapazitive Touchscreen des Hanvon TouchPad B10 ermöglicht eine Bedienung wie beim iPad und iPhone. Ein einfaches Berühren mit dem Finger wird sehr schnell erkannt. Auch Multitouch wird vom B10 unterstützt.

Die Kalibrierung ist zum Teil ein wenig ungenau, aber trotzdem waren wir während der gesamten Testphase mit dem Touchscreen zufrieden.

Lautsprecher und Mikrofon

Bei den Lautsprechern hat Hanvon leider ein wenig gespart. Auf der linken und rechten Seite befinden sich jeweils kleine Lautsprecher, welche allerdings nicht durch ihre Lautstärke und Soundqualität überzeugen können.

Einen völligen Fehltritt hat sich Hanvon mit dem eingebauten Mikrofon geleistet, da sich dieses direkt neben dem Lüfter befindet. So sind zum Beispiel Videokonferenzen nur mit einem extra Mikro (Mikrofon-Eingang) möglich, da andernfalls die weiteren Gesprächspartner durch ein ständiges lautes Rauschen genervt werden.

TouchPad B10

Software

Wie bereits am Anfang erwähnt, arbeitet das Hanvon TouchPad B10 mit Windows 7. Somit stehen gegenüber dem iPad und Android-Systemen erstmal natürlich viel mehr Anwendungen zur Verfügung. Der einzige Haken dabei ist, dass viele der optimierten Programme bisher nicht an die Touchscreen-Bedienung angepasst sind. So ist die Steuerung an sich möglich, manchmal allerdings anstrengend, da die kleinen Felder mit dem Finger nicht immer sofort getroffen werden.

Die Texteingabe passiert wie bei Tablets üblich mit einer On-Screen-Tastatur. Diese lässt sich nach Belieben skalieren und ermöglicht eine einfache Eingabe. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit die Schrifterkennung von Windows 7 zu nutzen. Die ersten Erfahrungen waren hier zwar spaßig, auf Dauer allerdings etwas anstrengend und ernüchternd.

Die Geschwindigkeit des Hanvon TouchPad B10 im normalen Betrieb hat uns ebenfalls zufrieden gestellt. Eine Reaktion auf Touchaktionen ist soweit immer sofort spürbar und Anwendungen werden schnell gestartet.

Internet

Das B10 kommt mit vorinstalliertem Microsoft Internet Explorer sowie Google Chrome. Nach einigen Empfehlungen wurde allerdings sofort die neueste Mozilla-Firefox-4-Beta installiert, welche neben einer optimierten Geschwindigkeit auch mit kompletter Touchscreen-Unterstützung erscheint.

Das Surfen mit dem TouchPad B10 funktioniert einwandfrei. Der Browser startet schnell und Webseiten werden schnell geladen. Im Vergleich zu anderen Tablets gibt es hier den Vorteil der Adobe-Flash-Unterstützung. Multimediale-Inhalte werden flüssig und ohne Schwierigkeiten dargestellt. Das Scrollen der Webseite ist selbst dann noch flüssig, wenn gleichzeitig Videos angezeigt werden.

Fazit

Das Hanvon TouchPad B10 ist als Windows-7-Tablet auf jeden Fall einen Blick wert. Im Gegensatz zum iPad ist es kein reines Multimedia- und Entertainment-Gerät, sondern wendet sich auch an Anwender, die hin und wieder etwas mit ihrem Tablet arbeiten möchten. Windows 7 Home ermöglicht es, beinahe für jeden Wunsch eine passende Anwendung zu installieren und auch Office sowie Bildbearbeitungen zuzulassen.

Neben dem Gewicht und dem ungünstig platzierten Lüfter direkt neben dem Mikrofon ist auch dessen lautes Rauschen ein wenig nervig. Die bis vor kurzem fehlende Funktion des Bewegungssensors wäre ein weiterer negativer Punkt gewesen. Doch in diesem Fall hat Hanvon durch ein Bios-Update und eine neue Software zur Tastatursteuerung nachgebessert.

Für weitere Informationen empfehlen wir unser Hanvon-TouchPad-Forum.

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