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Exklusiv: Acer Iconia Tab A500 im großen Test

Bisher wurden in Deutschland noch keine Exemplare des Acer-Tablets gesichtet (Update: Ab sofort in Deutschland erhältlich!) In Griechenland wird das Iconia Tab A500 beim Händler multirama bereits seit kurzem angeboten – unser Leser Dimitris hat es sich gekauft und war so nett, für uns einen ausführlichen Testbericht zu schreiben. An dieser Stelle nochmal vielen Dank dafür! Nun viel Spaß beim Acer Iconia Tab A500 Test!

Einleitung

Das Asus Iconia Tab A500 besitze ich seit Montag, 18. April 2011. Zu meiner großen Überraschung wird es von einer lokalen Kette hier in Griechenland schon jetzt verkauft. Wie es dazu kam, konnte der Filialleiter auch nicht erklären. Er hat sich trotzdem gefreut zu hören, dass es noch nicht einmal in den USA lieferbar ist. Im Geschäft gab es ganze zwei Geräte und ich soll der erste gewesen sein, der sich eins zugelegt hat. Die einzige Version, die zur Verfügung stand, war die WiFi only mit 32 GB Speicherkapazität zum Preis von 499 Euro.

Bevor ich fortfahre, möchte ich anmerken, dass es überhaupt das erste Android-Gerät in meinem Besitz ist und dass ich auch keine iOS-Erfahrung habe. Als Handy benutze ich ein Nokia N8 und ansonsten Windows Vista und 7. Daher kann ich keine großartigen Vergleiche mit dem iPad oder anderen Geräten anstellen. Die technischen Details findet ihr hier in einer Übersicht:

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Hardware – Erster Eindruck

Schon als ich die Verpackung in die Hand nahm, merkte ich, dass es mit 700g kein Leichtgewicht ist. Der erste Eindruck beim Auspacken war dann, dass es sich um ein wertiges und robustes Gerät handelt, wobei man die Oberfläche nicht als besonders fettabweisend bezeichnen kann. Was Schnittstellen und Ähnliches angeht, glaube ich, brauche ich nicht viel zu schreiben, es ist alles da: HDMI, USB, microSD Kartenslot. Die Karte, die ich eingesteckt habe, wurde sofort erkannt und gelesen.

Verarbeitungsqualität

Bei der Verarbeitungsqualität gibt es nicht viel zu meckern. Auch wenn es wohl kaum mit einem Handy vergleichbar ist, hat es mich an mein Nokia N8 erinnert, dessen Verarbeitung ja wirklich einwandfrei ist. Das Iconia Tab A500 ist von einem Aluminium-Body umhüllt, der wie ich gelesen habe „gebürstet“ ist. Das Acer-Logo besteht aus Chromlettern und sieht in meinen Augen auch sehr edel aus. Insgesamt gibt es an der Verarbeitung also absolut nichts auszusetzen.

Display

Auffällig beim Display ist, wie stark es spiegelt – ich hatte echt Probleme damit, Fotos vom Gerät zu machen, auf dem ich bzw. mein Fotoapparat nicht zu sehen sind. Ich kann mir daher vorstellen, dass es nicht ganz einfach sein wird, das Gerät im Freien zu benutzen. Dies ist aber scheinbar auch bei anderen Tablets wie dem iPad 2 ein großes Problem und müsste wohl durch neue Display-Technologien gelöst werden. Der kapazitive Touchscreen reagiert auf jeden Fall sehr gut und ohne dass man fest draufdrücken muss.

Performance

Ausreichend „motorisiert“ ist das Tablet ja sowieso durch den Nvidia Tegra 2 Prozessor mit jeweils 1 GHz. Die Performance ist recht ordentlich, doch an die Geschwindigkeit des iPad 2, welches ich in einem Geschäft kurz ausprobiert habe, kann es meines Erachtens nicht ganz herankommen. Wahrscheinlich ist der Grund das noch nicht komplett ausgereifte Betriebssystem Android 3.0 Honeycomb, während iOS von Apple schon seit einem Jahr auf dem iPad läuft. Die Power des guten Prozessors zeigt sich aber zum Beispiel bei der Videowiedergabe: Sogar HD-Filme laufen ruckelfrei.

Fotos und Videos

Fotos mit der Kamera des Iconia Tab A500 habe ich bisher nur sehr wenige gemacht. Zwei davon sind unten zu sehen. Die Qualität ist, wie zu erwarten war, nicht berauschend, aber so ein Gerät kauft man sicher auch nicht zum Fotografieren.

Außerdem ist es ziemlich umständlich, den Auslöser zu betätigen, da er sich auf dem Display befindet. Zum Aufnehmen von Videos bin ich leider noch nicht gekommen, wobei ich mir auch hier schwer vorstellen kann, dass ich auf der Straße mit so einem Ding irgendwas filme. Und überhaupt: Besonders geeignet zum Mitnehmen ist es eh nicht.

Software – Homescreen

Nach dem Einschalten des Geräts erfolgte die obligatorische, wie ich verstanden habe, Registrierung und schon konnte es los gehen. Was man als erstes zu sehen bekommt, ist ein Monitor auf grünem Hintergrund, auf dem man feine Linien in Form von Honigwaben erkennen kann, was natürlich auf das Betriebssystem Android 3.0 „Honeycomb“ (dt. Honigwaabe) zurückzuführen ist.

Unten links sind drei Buttons, also ein Back-Pfeil, ein Homebutton und ein Multitasking-Knopf, auf die man dann schnell zurückgreifen kann. Unten rechts wird die Uhrzeit, die Stärke des WLAN-Signals und und die verbleibende Batterieladung angezeigt. Wenn man darauf klickt, kann man auch zu den Einstellungen geraten. Dort kann alles Mögliche eingestellt und verändert werden, wie man auf folgendem Bild sehen kann:

Widgets

Auf dem ersten von fünf Homescreens, die zur Verfügung stehen, befinden sich schon einige Widgets: Oben links eins mit dem Google-Logo, das eine Google-Suche aktiviert. Man kann also nach etwas suchen, ohne direkt den Browser zu öffnen. Das ist besonders praktisch, wenn man etwas schnell finden will. Direkt daneben befindet sich ein Mikrofon, das Sprache aufnimmt. So muss man nichts schreiben, sondern spricht einfach mit dem Gerät.

Oben rechts befindet sich ein weiteres Widget, mit dem man zu den Apps gelangt und gleich daneben ein Plus-Symbol, über das man die Verteilung der Apps- und Widgetsymbole auf die fünf Monitore vornehmen kann. Bei dieser neuen „Helikopter-Ansicht“ hat man übrigens auch gleich eine praktische Übersicht über alle vorhandenen Homescreens. Neben diesen Symbolen und dem vorinstallierten Uhr-Widget gibt es noch einige andere Icons, die zum Browser, zum Android-Market und zu den Spielen führen.

SocialJogger, eBooks und clear.fi

Die Apps sehen gut aus, auch wenn die meisten aus dem Market eigentlich für Smartphones optimiert sind. Die Tagesschau-App ist optisch zum Beispiel nicht so ansprechend, bis jetzt zumindest. Lesen auf dem Touchscreen geht ganz gut, auch kleine Buchstaben sind gestochen scharf. Ich habe eine ganze Seite der PDF-Version des „Spiegel“ jedenfalls gut im Hochformat lesen können.

Acer hat zusätzlich ein paar eigene Apps vorinstalliert. Dazu gehört zum Beispiel ein eBook-Programm oder auch die sogenannte SocialJogger-Applikation. Mit dieser kann man bequem sein Facebook- und Twitter-Konto verwalten. Mit Hilfe der App clear.fi kann man das Tablet mit den anderen, sich im selben WLAN-Netz angeschlossenen PCs verbinden und deren Inhalte anzeigen.

Browser und Foto-App

Das Surfen ist auch kein Problem, die Seiten bauen sich schnell auf und benutzen die gesamte Bildschirmfläche, wobei man die Wahl zwischen der regulären und der mobilen Ausgabe einer Seite hat.  Multi-Touch ist sowohl im Browser als auch in der Foto-App möglich. Beim eBook-Reader gibt es es ebenfalls ein praktisches Feature: Durch das Bewegen des Fingers am Rand kann die Helligkeit jederzeit angepasst werden.

Fazit

Insgesamt ist das Acer Iconia Tab A500 ein sehr gutes Gerät, das vor allem in der Verarbeitung überzeugen kann. Das Betriebssystem ist nach der ersten Inbetriebnahme sehr schnell verständlich und läuft auch sehr flott. Dank des guten kapazitiven Touchscreens werden Eingaben schnell wahrgenommen und auch Apps, die nicht speziell für Tablets optimiert sind, sehen größtenteils gut aus. Da der Preis mit 449 Euro vergleichsweise ziemlich günstig ist, kann ich das Acer Iconia Tab A500 wirklich empfehlen. Bleibt abzuwarten, wie sich das Gerät im Vergleich mit anderen Honeycomb-Tablets schlägt.



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