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ASUS MeMO Pad 7 (ME176C) im Test

Mit dem MeMO Pad 7 (ME176C) bringt ASUS ein weiteres 7-Zoll-Tablet auf Android-Basis in den Handel. Inwiefern sich das Tablet von anderen Geräten in dem Segment differenziert und ob es mit seinem Intel-Quad-Core-Prozessor und IPS-Display nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Praxis überzeugen kann, erfahrt Ihr in diesem Testartikel und in unserem Video-Review.

Video-Review

Verarbeitung/Materialien

Plastikgehäuse mit den Maßen 189,3 x 113,7 x 9,6 mm; Gewicht: 295 Gramm

Asus MemoPad Rückseite

Bei dem Gehäuse des MeMO Pad 7 setzt ASUS komplett auf Plastik. Der erste Eindruck in unserem Test ist gemischt: Zwar gefällt die gute Verarbeitung – die für heutige Verhältnisse große Dicke von 9,6 Millimetern enttäuscht jedoch, sobald man das Tablet das erste Mal in der Hand hält. Ein weiterer negativer Aspekt, der bei dem ME176C sofort auffällt, ist die 5-Megapixel-Kamera auf der Rückseite. Trotz des dicken Gehäuses ragt diese noch einmal mehr als 1 mm aus diesem heraus. Dies bedeutet, dass das Tablet nicht flach auf dem Tisch liegen kann, sondern immer auf der Kamera aufliegt.  Die Verarbeitung des Geräts ist eine positive Überraschung – trotz des Gehäuses aus Plastik macht das Tablet einen sehr soliden Eindruck und die Soft-Touch-Oberfläche auf der Rückseite ermöglicht einen guten Halt in der Hand.

Asus Memopad SD

Auf der Vorderseite des MeMO Pad 7 befindet sich neben dem 7-Zoll-IPS-Display nur eine 2-Megapixel-Kamera sowie das ASUS-Logo unterhalb des Displays.  Kapazitive Tasten sind nicht vorhanden.
Auf der rechten Seite des Tablets befinden sich die Standby-Taste sowie der Lautstärkeregler. Im Gegensatz zu anderen ASUS-Tablets wie dem Nexus 7 wurde dabei die Anordnung vertauscht, was gegebenenfalls zu Irritationen führen kann.

Auf der linken Seite befindet sich nur ein Slot für microSD-Karten, mit welchem der integrierte 16-GB-Speicher erweitert werden kann. Überraschenderweise fehlt eine Abdeckung des Slots, wodurch sich Staub ohne Probleme festsetzen kann.

Auf der Oberseite des ASUS MeMO Pad 7 sind ein 3,5-mm-Klinken-Anschluss für Kopfhörer, der Micro-USB-Anschluss sowie ein Mikrofon platziert. Da fast alle anderen Geräte den USB-Anschluss auf der Unterseite haben, dauert es eine Weile, bis man sich an die ungewöhnliche Platzierung beim MeMO Pad gewöhnt.
Abschließend befinden sich auf der Rückseite die bereits erwähnte 5-Megapixel-Kamera sowie ein großer Lautsprecher, der zwar optisch überzeugt, aber auch bei maximaler Lautstärke zu leise ist.

Software

Android 4.4.2 KitKat mit Asus Zen UI

IMG_5021

Softwareseitig kommt erfreulicherweise mit Android 4.4.2 eine sehr aktuelle Version von Android zum Einsatz. Wie die meisten anderen Hersteller setzt ASUS auf eine angepasste Benutzeroberfläche (Skin) mit dem Namen Zen UI. Auch wenn diese Oberfläche erfreulicherweise kaum Leistungseinbußen mit sich zu bringen scheint, sind die optischen Veränderungen sehr gewöhnungsbedürftig. Einen wirklichen Mehrwert bietet die Zen UI leider nicht. Die Tatsache, dass einfache Apps wie die Kamera in unserem Test sogar mitten in der Videoaufnahme abstürzen, hinterlässt einen faden Beigeschmack.

Display

7-Zoll-IPS-Display mit einer Auflösung von 1280 x 800 Pixeln; PPI: 215

Insbesondere seitdem Google mit dem Nexus 7 schon vor einem Jahr ein 7-Zoll-Tablet für knapp 200 Euro mit einem Full-HD-Display veröffentlichte und heutzutage sogar schon viele Smartphones eine solch hohe Auflösung bieten, enttäuscht die verhältnismäßig geringe Displayauflösung des MeMO Pad 7 (ME176C). Ein größeres Problem als die Auflösung von 1280 x 800 Pixeln ist jedoch die zu geringe maximale Helligkeit des Displays. Vor allem im Vergleich zum Nexus 7 ist das MeMO Pad 7 weit abgeschlagen. Für den Außeneinsatz ist das Tablet aufgrund dieser Tatsache nur beschränkt zu empfehlen.

Während Helligkeit und Auflösung demnach enttäuschen, kann das Display zumindest bei den Blickwinkeln dank IPS-Technologie in unserem Test überzeugen. Auch bei extremen Winkeln bleiben die Farben stabil und kippen nicht. Das größte Problem des Displays ist allerdings die Tatsache, dass dieses sporadisch auf der rechten Hälfte gar nicht mehr reagiert. Dieser „Bug“ tritt unabhängig davon auf ob man gerade ein Spiel spielt oder nur im Internet surft. Erst nach dem Sperren und Entsperren des Bildschirms funktioniert der Touchscreen wieder einwandfrei. Ob es sich um einen Einzelfall bei unserem Gerät handelt oder ob die Aussetzer durch einen Systemfehler bzw. die Software verursacht werden, lässt sich leider nicht abschließend klären.

Kameras

Hauptkamera: 5 Megapixel / Webcam: 2 Megapixel

Asus Memopad Foto

Die Kameras des ME176C überraschen im Test nicht, die 5-Megapixel-Kamera auf der Rückseite ist zweifellos gut genug für schnelle Schnappschüsse, kann aber auch eine billige Kompaktkamera nicht ersetzen. Die 2-Megapixel-Kamera auf der Vorderseite ist gut genug für Videotelefonie, für vernünftige Fotos ist die Auflösung von 2 Megapixeln zu gering. Bei der Kamera-Software kann ASUS nicht überzeugen, im 16:9-Format nimmt die Kamera einen deutlich versetzten Bildausschnitt auf (mehr dazu in unserem Video-Review).

Performance/Gaming

Intel Atom Z3745 – 1,33-GHz-Quad-Core-Prozessor

Der Intel Atom Z3745 Quad-Core-Prozessor ist nicht nur auf dem Papier gut, auch bei Spielen wie Virtua Tennis zeigt dieser eine beeindruckende Leistung. Die Wiedergabe von HD-Videos vom internen Speicher oder von YouTube funktioniert ebenfalls problemlos. Größere Leistungsprobleme gibt es nur, wenn Apps im Hintergrund aktualisiert werden. In diesem Fall wird das Tablet fast unbrauchbar und reagiert kaum noch. Durch dieses Problem wird der generell gute Gesamteindruck des Prozessors leider etwas getrübt.

Beim Gaming kann der Intel Atom auf ganzer Linie überzeugen, nicht nur Spiele wie Virtua Tennis, sondern auch intensivere Titel wie Shadowgun: Deadzone laufen hervorragend.

Benchmarks

Asus memopad benchmark

Da mittlerweile schon einige Fälle bekannt wurden, in denen namhafte Hersteller Benchmark-Ergebnisse durch kurzfristiges Hochtakten der Prozessoren verfälschten, müssen die unten stehenden Ergebnisse mit Vorsicht betrachtet werden. Einen groben Vergleichswert, um die Leistungsfähigkeit einzustufen, bieten Benchmarks aber weiterhin. Die folgenden Ergebnisse erreichte das Asus MeMO Pad 7 (ME176C) mit seinem Intel Quad-Core-Prozessor:

  • Ice Storm Unlimited – 14.133
  • GFX Bench – Nicht möglich „Out of Memory“
  • Geekbench 3 – 770 / 2437
  • Sunspider – 784,8

Akku

Auch wenn die Intel-Atom-Chips schon seit langer Zeit für ihre Energieeffizienz bekannt sind, erreicht das MeMO Pad 7 in unserem Test keine überdurchschnittlich gute Laufzeit. Die Standby-Zeit überzeugt zwar, doch vor allem während der Video-Wiedergabe und dem Internet-Surfen verliert der Akku verhältnismäßig schnell an Ladung. Glücklicherweise ist der Akku durchschnittlich innerhalb von 3 Stunden und 24 Minuten wieder aufgeladen, was vergleichsweise gut ist.

Test-Fazit

Memopad Close Up

Das ASUS MeMO Pad 7 kann im Test vor allem angesichts des Preises von zurzeit 159 Euro leider nicht überzeugen. Zwar ist die Verarbeitung gut und der Prozessor schnell genug, doch die Auflösung des Displays und die geringe maximale Helligkeit enttäuschen. Zwar ist das Nexus 7 (2013) von ASUS mittlerweile schon über ein Jahr alt, dennoch wirkt es in fast allen Aspekten überlegen. Für nur 30 Euro mehr bekommt man ein Full-HD-Display, ebenfalls einen Quad-Core-Prozessor, ein dünneres und genauso gut verarbeitetes Gehäuse und sogar noch Extras wie Wireless Charging. Neben dem Preisvorteil spricht nur der microSD-Kartenslot für das ASUS MeMO Pad 7 (ME176C).



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