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ASUS Fonepad Note 6 im Test

Obwohl ASUS neben PCs, Tablets und Laptops auch Smartphones herstellt, sind diese hierzulande kaum bekannt. Mit dem Fonepad Note FHD 6 bietet der Hersteller ein 6-Zoll-Phablet mit Full-HD-Display zu einem sehr günstigen Preis von inzwischen nur noch 299 Euro an. Ob das Fonepad Note 6 (ME560CG) ein Geheimtipp im Smartphone-Segment ist, erfahrt ihr hier im Review.

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Verarbeitung/Materialien 

Plastikgehäuse mit den Maßen 10,3 x 164,8 x 88,8 mm; Gewicht: 214 Gramm 

Foenpad Note Lautstärkeregler

Neben der Displayabdeckung aus Glas setzt ASUS beim Fonepad Note 6 komplett auf Plastik. Während der Großteil davon bei unserem Modell in Hochglanz-Weiß ist, setzt ASUS mit silbernen Elementen Highlights. Auch wenn diese Elemente auf den ersten Blick wie Metall aussehen, handelt es sich im Endeffekt nur um eine farbige Lackierung des Plastiks.

Die Kamera auf der Rückseite des Fonepad Note 6 hat eine Auflösung von 8 Megapixeln, ein LED-Blitz fehlt überraschenderweise. Auf der Unterseite des Phablets befindet sich neben dem Micro-USB-Anschluss auch der Stylus des Fonepads – wird dieser herausgezogen, öffnet sich auf dem Gerät die SuperNote-App. Während auf der rechten Seite neben dem Lautstärkeregler auch der On-/Off-Button zu finden ist, befinden sich auf der linken Seite die Slots für die SIM- und microSD-Karte. Neben dem 6-Zoll-Display befinden sich auch eine 1,2-Megapixel-Kamera sowie eine Benachrichtigungs-LED, ein Umgebungslichtsensor sowie zwei Lautsprecher auf der Vorderseite des Fonepad Note 6. Der integrierte Speicher von 16 GB kann jederzeit problemlos über microSD-Karten erweitert werden.

In der Hand fühlt sich das Gerät sehr gewöhnungsbedürftig an, die reine Größe der Hardware sowie das rutschige Plastik erschweren die Bedienung mit einer Hand. Das Plastikgehäuse macht im Test zwar optisch einen guten Eindruck, schon bei leichtem Druck knackt und knarzt dieses jedoch.

Software

Fonepad note software

Wie viele andere Hersteller von Android-Smartphones setzt ASUS beim Fonepad Note 6 eine eigene Benutzeroberfläche ein; diese basiert auf der Android-Version 4.2.2 Jelly Bean. Während die Oberfläche die Leistung des Phablets kaum beeinträchtigt, wirken die App-Icons übermäßig groß, wodurch trotz des großen Displays mit der hohen Auflösung nur 16 Apps pro Menüseite angezeigt werden. Das wahre Potenzial des Displays kann somit nur in Apps wie Chrome ausgeschöpft werden, wo vor allem die Desktop-Versionen von Webseiten auf dem Display sehr gut dargestellt werden.

Für den Stylus liefert ASUS mit der App SuperNote ein Programm zum Erstellen von handschriftlichen Texten oder Kalendereinträgen mit. Die Schrifterkennung funktioniert dabei in unserem Test hervorragend.

Telefonqualität

Die Sprachqualität des Fonepad Note 6 bei Telefonaten ist in Ordnung, aber nicht perfekt. Zwar werden Hintergrundgeräusche durchaus gut gefiltert, dennoch bleibt ein gewisses Grundrauschen stets vorhanden. Praktisch fürs Telefonieren sind auch die nach vorne gerichteten Lautsprecher.

Display

Fonepad note software

Das 6 Zoll große Display des Fonepad Note FHD 6 kann nicht nur dank der hohen Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln im Test überzeugen, auch die Blickwinkel sind dank der IPS+-Technologie erstklassig. Die hohe Helligkeit von 450 Nits sorgt auch bei Tageslicht für eine gute Sichtbarkeit des Displayinhaltes.

Kameras

Fonepad Note Kamera

Während die 1,2-Megapixel-Kamera auf der Vorderseite für Videotelefonie in HD durchaus gut geeignet ist, stößt sie bei der Aufnahme von Fotos deutlich an ihre Grenzen. Durch die geringe Auflösung sehen diese sehr grobkörnig aus.

Jpeg

Bei der Hauptkamera des Fonepad Note 6 setzt ASUS auf einen Sony-Sensor mit 8 Megapixeln, der durch die Blende mit f/2,0 auch bei schlechteren Lichtverhältnissen durchaus gute Fotos produziert. Während die Foto- und Videoaufnahmen vor allem bei Tageslicht erfreulich gut sind, ist das Fehlen eines LED-Blitzes ein großes Manko der Kamera. Sobald es dunkel ist, hat man mit dem Gerät keine Chance mehr, brauchbare Fotos oder Videos aufzunehmen.

Leistung

Fonepad benchmark

Überraschenderweise setzt ASUS beim Fonepad Note 6 nicht auf einen Snapdragon-SoC, sondern auf einen leistungsschwächeren Intel Atom Z2580 mit Dual-Core-CPU. Während die Intel-Atom-Prozessoren bereits seit Jahren in Netbooks zum Einsatz kommen, sind diese in Android-Smartphones oder -Tablets noch eher selten zu finden. Alltägliche Aufgaben wie im Internet surfen oder HD-Videos wiedergeben meistert der 2-GHz-Dual-Core-Prozessor in unserem Test ohne jegliche Probleme, nur bei grafikintensiven Spielen stößt er an seine Grenzen. Während bei Virtua Tennis von Sega nur sporadisch kleine Ruckler auftreten, ist Shadowgun DeadZone aufgrund von massiven Framerate-Problemen fast unspielbar.

Auch bei den Benchmark Ergebnissen zeigt sich, dass der Intel Atom mit den meisten aktuellen Qualcomm-Prozessoren nicht mithalten kann. Während die Leistung momentan für den Alltag noch ausreicht, bleibt fraglich, wie gut das Fonepad die Anforderungen in ein oder zwei Jahren bewältigen kann.

  • Ice Storm Unlimited – 7243
  • GFX Bench – 281 // 9.4 fps
  • Geekbench 3 – 509 // 1226
  • Sunspider – 862.0 ms

Lautsprecher

Fonepad Note Lautsprecher

Ein weiteres Highlight des Fonepad Note sind neben dem 6-Zoll-Full-HD-Display die Stereo-Lautsprecher auf der Vorderseite des Gerätes. Bei normaler Lautstärke liefern die mit Sonic-Master-Technologie optimierten Lautsprecher einen sehr guten Klang. Durch den eingebauten Equalizer kann dieser dann sogar noch weiter optimiert werden.

Akku

Während die Akkukapazität des Fonepad Note 6 mit 3200 mAh durchaus mit der Konkurrenz mithalten kann, verhindert das helle Display mit der hohen Auflösung und dem hohen Energiebedarf eine sehr gute Akkulaufzeit. Während es kein Problem sein sollte mit dem Phablet bei normaler Nutzung durch einen kompletten Tag zu kommen, muss das Fonepad dann doch über Nacht wieder aufgeladen werden. Da der Akku des Gerätes fest verbaut ist, besteht leider auch nicht die Möglichkeit, einen Ersatzakku unterwegs schnell einzusetzen.

Test- Fazit

FonePad Note Micro SD

Das ASUS FonePad Note 6 ist ohne Zweifel ein gutes Phablet, vor allem das 6-Zoll-Display mit Full-HD-Auflösung, die Lautsprecher, der Stylus und die Kamera können im Test überzeugen. Bei dem sehr günstigen Preis von zurzeit 299 Euro müssen jedoch auch einige Abstriche gemacht werden; diese sind vor allem bei der Verarbeitungsqualität, den Materialien, dem fehlenden Kamera-Blitz und der relativ schwachen Prozessorleistung festzustellen.

Das FonePad Note 6 ist kein perfektes Phablet, doch der hervorragende Preis macht es zu einer guten Alternative für alle, die nicht den schnellsten Prozessor benötigen, aber trotzdem auf ein erstklassiges Display, gute Lautsprecher und einen Stylus nicht verzichten möchten.


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