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Apple iPad Air im Test

In diesem Testbericht nehmen wir das Apple iPad Air genau unter die Lupe und verraten euch, wie es sich in den verschiedenen Disziplinen schlägt. Falls ihr euch alternativ das Review lieber als Video anschauen möchtet, könnt ihr dies auf YouTube tun.

Verarbeitung/Aufbau

Aluminium Unibody-Gehäuse – 240 mm × 169,5 mm × 7,5 mm – 469/478 Gramm

Der Name „Air“ kommt nicht von ungefähr: Im Vergleich zum Vorgänger ist das neue iPad mit 7,5 mm rund 1/5 dünner und wiegen satte 180 Gramm weniger. Dabei wird allerdings nicht auf das Apple-typisch super verarbeitete Aluminium-Gehäuse verzichtet – Abstriche werden beispielsweise bei der Display-Abdeckung gemacht, die nicht mehr aus Glas, sondern aus einem Polymer-Kunststoff besteht.
Das fühlt und spürt man wenn man ganz genau darauf achtgibt, stört bei der Bediengenauigkeit aber kein Stück.

Dank der gut gewählten Abmessungen liegt das iPad Air wirklich angenehm in der Hand. Maße und Gewicht sind auch für längeres „Arbeiten“ angenehm.

iPad_Air_Anschluesse

Auf der Unterseite finden wir zwei Lautsprecher-Ausgänge, zwischen denen der Lightning-Anschluss sitzt. Die linke Seite ist blank gehalten, oben wird es spannender:
Der 3,5 mm-Klinken-Anschluss für das Headset eurer Wahl, eins von zwei Mikrofonen und der gut sitzende Ein-/Aus-/Power-Button sitzen in ausreichendem Abstand nebeneinander.
Rechts befinden sich der Schieberegler, der als Mute- oder Displayrotationsregler dienen kann, eine Laut- und eine Leise-Taste. Auch diese Tasten bzw. Regler sitzen fest und kommen mit einem guten Schiebe-/Druckpunkt daher.

Auf der Vorderseite gibt es natürlich ebenfalls etwas zu sehen – oberhalb des Displays finden wir einen Umgebungslichtsensor, der die automatische Displayhelligkeitsregulierung steuert, und die 1,2-Megapixel-Facetime-Kamera, die Videos in 720p aufnehmen kann.

iPad_Air_Buttons

Unterhalb des Displays finden wir den obligatorischen Homebutton – auf den Touch-ID-Sensor hat man verzichtet.

Software

Das iPad Air läuft mit der aktuellsten Version des Apple-Betriebssystems, also iOS 7.0.4.
Neben einem komplett überarbeiteten Design – alles ist sehr „flach“ gehalten, Ledercases in den Apps gehören der Vergangenheit an – gibt es noch weitere Änderungen:

Schon der Lockscreen erscheint in einem komplett neuen Design – der Schieberegler weicht einem „Displayschieber“. Die Kamera kann weiterhin direkt von hier aus geöffnet werden.

iPad_Air_Software

Die wohl wichtigste Neuerung ist das Kontrollzentrum, welches sich mit einer Aufwärtsbewegung vom unteren Displayrand öffnen lässt. Hier gibt es Schnellzugriffe, um den Flugmodus, WLAN, Bluetooth, den Ruhemodus und die Displayrotation direkt zu aktivieren oder deaktivieren, eine Musiksteuerung, Direktzugänge zur Kamera und der Uhren-Applikation, die Displayhelligkeit kann direkt reguliert, und Air Drop geöffnet werden – endlich, Apple!

Wischt man mit dem Finger hingegen von oben nach unten, öffnet sich die neu gestaltete Mitteilungszentrale. Benachrichtigungen, unterteilt nach „heute“, „alle“ und „verpasst“ laufen hier genau wie Termine und das Wetter zusammen.

Für alle die auf Gestensteuerung stehen: Wischt man mit den Fingern von unten nach oben, öffnen sich alle aktiven Anwendungen, wischt man mit der Hand von links nach rechts oder andersherum, wechselt man zwischen diesen laufenden Anwendungen und ein Zusammenziehen der Finger verlässt die derzeit laufende Applikation.

iPad_Air_Siri

Siri, die mittlerweile die Beta-Phase verlassen hat und weiterhin über den Homebutton erreichbar ist, sieht ebenfalls deutlich schicker aus. Natürlich bringt uns der Homebutton auch weiterhin auf den Homescreen.

Display

9,7-Zoll-Multitouch-Display – LED-Hintergrundbeleuchtung – IPS-Technologie – 2.048 × 1.536 Pixel (264 ppi)

iPad_Air_Display

Kurz gesagt: Das Display stellt Farben realistisch dar, ist absolut scharf und bietet viele Details. Der Schwarzwert geht vollkommen in Ordnung und die Blickwinkel sind zufriedenstellend. Ab einem gewissen Winkel, rund 160 Grad, erscheint das Bild jedoch in einer Art „3D“, weil es aussieht, als würde ein Duplikat des Bildes, direkt, aber leicht verschoben, auf dem Original liegen.

Gaming

Apple A7 – 64-Bit-Architektur – 1,4-GHz Dual-Core-Prozessor + M7-Motion-Coprozessor

Ob das iPad Air als Konsole taugt? Ich hab mir einige Spiele angeschaut, darunter Asphalt 8, Benji Bananas, Dead Trigger 2 und Temple Run 2. Alle Spiele liefen im Test flüssig, ohne jegliche Ruckler oder anderweitige Probleme. Auch Real Racing 3 sah gut aus und die Steuerung war flüssig.

iPad_Air_Gaming

Gaming? Kein Problem für das iPad Air!

Benchmarks

Ice Storm Unlimited – GFX Bench – Geekbench 3 – Sunspider

Benchmarks sind ja immer so eine Sache – viele bestehen drauf, erfreuen sich eines Vergleichwertes mit anderen Tablets und sehen eine Leistungsbestätigung; für andere Nutzer spielen Benchmarks keine Rolle.
Ich habe sie der Vollständigkeit halber für euch auf dem iPad Air durchlaufen lassen und bin zu folgenden Ergebnissen gekommen:

  • Ice Storm Unlimited -15075 Punkte
  • GFX Bench -1426 // 25 fps
  • Geekbench 3 – 1477 // 2689
  • Sunspider – 369.6 ms

Test-Fazit

Das Apple iPad Air läuft flüssig – in jeder App, in jedem Spiel – quasi immer. Es gibt eine Vielzahl ausgewählter und angepasster Apps, die Verarbeitung ist top. Anschlüsse sitzen fest, Schieberegler und Tasten haben bieten einen festen, aber guten Widerstand. Das Display ist hochauflösend und weiß im Test zu überzeugen.

iPad_Air_Review

Negativ zu erwähnen wären der nicht erweiterbare Speicher, der zu hohe Preis für die nächst höhere Speichervariante und das Betriebssystem an sich. iOS bietet wenig Personalisierungsmöglichkeiten und ist – wie jedes Betriebssystem – Geschmacksache.

Wer ein gut verarbeitetes, performantes Tablet mit gutem Display sucht und sich mit iOS anfreunden kann, der trifft mit dem Apple iPad Air genau die richtige Entscheidung. Es ist in der WiFi-only-Version mit 16 GB ab 449 Euro erhältlich.


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