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App-Test: Photo Slideshow Director – Fotostrecken für’s iPad [Update]

Mit dem „Photo Slideshow Director“ ist kürzlich eine neue App im Store von Apple für das iPad aufgetaucht, welche es ermöglichen soll, aufwendigere Fotostrecken zu ermöglichen, als dies mit der ausgelieferten Foto-App von Apple möglich ist.

Letztere bietet bekanntermaßen nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten, eine Präsentation zu erstellen. In genau diese Lücke will nun die Shenzen Socusoft Co., Ltd schlagen und für Abhilfe sorgen.

Erster Eindruck

2,99 € werden für das Programm aufgerufen, welches direkt in das erste „Projekt“ hinein startet, von welchen sich selbstverständlich diverse anlegen lassen. Die Oberfläche gibt sich aufgeräumt und unaufgeregt. Der erste Amtshandlung besteht darin, Fotos zum gerade geöffneten Projekt hinzuzufügen. Hier offenbart sich dann leider auch schon das erste Manko. Zwar lässt sich problemlos jedes Foto, welches auf dem iPad gespeichert ist, hinzufügen, allerdings ist es nicht vorgesehen, gleich ein gesamtes Ereignis oder Album aufzunehmen. Ergo ist es erforderlich, jedes einzelne Foto für die Slideshow einzeln anzuwählen und dem Stream hinzuzufügen. Bei Präsentationen, welche vielleicht einige Hundert Fotos umfassen sollen, eine Sisyphusarbeit, zumal das App nach dem Antippen eines Fotos erstmal zu rechnen anfängt.

Bei zwei, drei Fotos hintereinander stellt das noch kein Problem dar, will man aber gleich eine Reihe Bilder hinzufügen, was sich ob der Einschränkung, jedes Bild einzeln hinzuzufügen zu müssen, schnell ergibt, wird dies vom App leider oft mit einem leicht ausgegrauten Bildschirm und ab und zu mit einem „Please wait“ quittiert. Übertreibt man es zu sehr, bleibt es auch schon einmal vollends stehen, woraufhin nur hilft, es manuell über die Multi-Tasking-Leiste zu beenden. Die bis dahin am Projekt vorgenommenen Änderungen bleiben dabei leider meist auf der Strecke. Bleibt das App stabil, werden Eingaben teilweise ignoriert, bis die zuvor angestoßene Berechnung abgeschlossen ist.

Musik-Funktionen

Keine Slideshow ohne passende Musikuntermalung. Daran wurde selbstverständlich auch bei Photo Slideshow Director gedacht. Über das App lässt sich auf die gesamte Mediathek des iPad zugreifen, wobei Wiedergabelisten hier unberücksichtigt bleiben. Sortieren lässt sich ausschließlich nach Album, Interpret, Genre oder Titel, was bei umfangreichen Mediatheken ermüdendes und nervtötendes Scrollen bedeutet. Ein ausgewähltes Stück erscheint augenblicklich als Visualisierung unter den zuvor ausgewählten Bildern, in der Liste der Musik entsprechend ein kleiner Haken. Hat man daneben geklickt, würde man eigentlich erwarten, das Stück durch erneutes antippen aus der Auswahl und somit auch den zugehörigen Haken zu entfernen. Dem ist aber leider nicht so.

Um das Lied wieder zu löschen, muss das Stück unterhalb des Fotostreams angewählt werden, woraufhin sich ein kleines Pop-Up öffnet. Hier lässt es sich tatsächlich auch wieder entfernen. Im Test klappte das allerdings nicht immer. Als beispielsweise nur relativ wenige Fotos ausgewählt waren – aufgrund oben erwähnter Beschränkungen sicherlich kein Einzelfall -, sodass ein gewählter Track länger als der eigentliche Stream war, verschwand ein zuerst ausgewähltes Lied wieder aus der Übersicht, obwohl es in der Liste der Musik nach wie vor angehakt war. Fotos lassen sich übrigens durch einfaches Herausziehen aus der Zeitleiste wieder entfernen.

Zusammenstutzen lässt sich ein gewähltes Musikstück ebenfalls nicht, auch wenn dies durch die Visualisierung zunächst suggeriert wird. Mehr als die ausgewählten Lieder in der  Reihenfolge zu verändern, ist nicht drin.

Effekte für die Übergänge

Als letzte Maßnahme die Slideshow zu komplettieren bleibt, die Übergänge zu gestalten. Zwischen allen Fotos im Stream erscheint zunächst ein Würfel, was wohl für einen zufällig ausgewählten Übergang stehen soll. Tippt man diesen an, öffnet sich ein Menü, in welchem aus einer Vielzahl von Übergängen gewählt werden kann. Leider muss dies jedoch auch wirklich für jeden einzelnen Übergang zwischen zwei Bildern erfolgen, eine Möglichkeit, einen bestimmten Übergang für den gesamten Stream festzulegen, konnten wir nicht ausfindig machen. Ebenso wenig wie die, wieder einen zufälligen einzustellen. Ist erstmal einer ausgewählt, muss auch zwingend ein bestimmter definiert werden. Immerhin ist jeder Übergang mit einem eigenen Symbol versehen, welches auf die Schnelle den gewählten erkennen lässt.

Ist dann, unter wideren Umständen, wie sich bislang wohl erkennen ließ, eine Slideshow fertig geworden, lässt sie sich sowohl in Fullscreen auf dem iPad als auch problemlos über den HDMI-Adapter vom Apple auf einem verbundenen Fernseher wiedergeben.

Alle Menüs sind übrigens in englischer Sprache gehalten, was aber aufgrund dessen, dass die allermeisten Befehle als Symbol dargestellt werden, nicht weiter ins Gewicht fällt.

Fazit

Die Idee hinter der App ist nicht verkehrt, die Möglichkeiten eine Slideshow zu erstellen, sind mit Apples mitgelieferter Foto-App stark begrenzt, wobei dank iPhoto vom Mac durchaus bekannt ist, das Apple hier mehr Potenzial zu bieten hätte. Photo Slideshow Director will sich dies zu Nutze machen und den Anwendern mehr Möglichkeiten einräumen. Zwar ist dieses Kriterium erfüllt worden, der Versuch an sich ging jedoch gründlich nach hinten los. Wo Apples mitgeliefertes Programm es dem Benutzer ermöglicht, mit zwei bis drei Klicks eine rudimentäre Slideshow zu starten, erfordert Photo Slideshow Director unangemessen viel Vorarbeit, bedingt durch die unverständlich gehaltene Benutzerführung.

Die Entwickler, wollen sie denn mit Ihrem App erfolgreich sein, haben also dringend nachzulegen, vor allem was die Auswahl von Bildern, Musik und Übergängen angeht. Dann könnte es in der Tat ein empfehlenswertes Programm werden. Beim jetzigen Stand müssen wir jedoch in jedem Fall vom Kauf abraten.

Update

14.09.2011: Mittlerweile wurde ein Update des Apps veröffentlich, welches einige der von uns genannten Kritikpunkte ausmerzen soll. Folgende Änderungen sollen zu vermelden sein, getestet haben wir sie selbst nicht:

  • Das Programm wurde in „Foto Diashow Regisseur HD“ umbenannt und ins Deutsche übersetzt
  • Der Preis des Apps beträgt jetzt nur noch 0,79 €
  • Ein einzelner Übergang kann auf alle Bildern angewendet werden
  • Reihenfolge der gewählten Musik ist nun änderbar
  • Es lassen sich nun mehrere Bilder in ein Projekt importieren, ohne jedes Bilder einzeln auszuwählen
  • Vertikale Fotos werden jetzt vom Programm erkannt und im Vollbildmodus korrekt angezeigt

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