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Android vs. iOS – Vorteile, Nachteile und jede Menge Fanboy-Gerüchte

Ich könnte jetzt wieder ausschweifen und lange erzählen, wie sich der Tablet-Markt 2010 entwickelt hat, doch ich bin mir sicher: Die Story habt ihr schon zehntausendmal gehört. Die iPad-Vorstellung, die ersten Tablets mit Android & Co. Alles nichts neues für die zahlreichen Tablet-Interessierten. Doch all das läuft doch auf die Frage hinaus, ob man Android oder iOS für sein Tablet wählen sollte. Ich hoffe, der folgende Artikel ist euch eine Hilfe bei dieser Entscheidung. Vorab: Ich bin weder ein Apple-Jünger noch ein Android-Fanatiker. Ich mag beide Systeme so wie sie sind. Deshalb nutze ich auch sowohl Android (HTC Desire HD) als auch iOS (iPad 3G).

Apple iOS

Am besten fangen wir doch einfach mit dem berühmteren von beiden Betriebssystemen an: iOS. Das iPad ist ohne Zweifel ein grandioses Produkt, und das sage ich, ohne gleich als Apple-Jünger darstehen zu wollen. Die Android-Fans werden jetzt die Kommentare stürmen und behaupten: „Das iPad ist doch garnicht auf dem Stand der Zeit, es hat ja keinen Dual-Core-Prozessor!“ Aber fragt euch doch mal, ob man solch eine CPU überhaupt braucht? Ich besitze ein iPad und bin mit dessen Leistung komplett zufrieden. Auch leistungsintensive Spiele laufen ohne Probleme und bei der normalen Menüführung sind keine Ungereimtheiten zu erkennen. Weshalb also die Forderung, einen stärkeren Chipsatz zu verbauen?

Die Marke

Auch wenn die meisten Leute am liebsten behaupten, sie würden nicht auf Marken-Produkte achten, ich kauf euch das nicht ab. Es ist wie es ist: Das iPad ist eben so beliebt, weil der kalifornische Apfel hinten auf dem Cover klebt. Doch natürlich kaufen sich die Apple-Jünger die Produkte nicht nur für’s Angeben. In Sachen Verarbeitung ist Apple meiner Meinung nach die unangefochtene Nummer 1. Auch das Design ist immer auf dem neusten Stand, was man ja bei so einigen Android-Tablets nicht behaupten könnte.

Die Software & Co.

Neben der Hardware mitunter das wichtigste ist natürlich die Software, die im Gerät ihre Dienste verrichtet. Über iOS gibt es in Android-Kreisen immer wieder Beschwerden. Es würde zu wenige Möglichkeiten bieten, man hat kein Multitasking und auch ohne Flash ist das Web nix. In diesem Bereich muss ich also einiges aufsplitten und einzeln erklären. Erstmal ein paar allgemeine Sichtweisen. Ich denke, iOS ist einfach für Konsumer und nicht für Entwickler geschaffen. Deshalb bin ich mit dem iPad auch komplett zufrieden, obwohl ich als Smartphone ein Desire HD mit Android nutze.

Für mich ist das iPad der ideale Ersatz eines Netbooks. Mir geht es bei einem Tablet aber auch nicht darum, an der Software zu werkeln oder Modifikationen vorzunehmen. Leute, ich will damit einfach nur konsumieren. Filme herunterladen, Musik kaufen und Games spielen. Das sind die wesentlichen Vorteile gegenüber Android-Tablets. Bis jetzt laufen diese nämlich maximal mit Android 2.2 „Froyo“ bzw. vielleicht mit 2.3 „Gingerbread“. Die für Tablets angepasste Version 3.0 „Honeycomb“ ist allerdings noch in den Startlöchern.  Doch in 3.0 könnte erstmals ein  System geboten werden, mit dem man Filme, Musik und Videos konsumorientiert kaufen kann.

Jetzt geht’s also mit den Unterpunkten weiter: Das Gerücht, das iPad würde kein Multitasking bieten, wurde ja offiziell ab iOS 4 von Apple aus dem Weg geschafft. Doch jetzt keimt die Sichtweise auf, es würde die Apps ja nur einfrieren und wieder auftauen. „Echtes“ Multitasking wäre das jedoch nicht. Natürlich muss man sagen, dass es in diesem Bereich Einschränkungen gegenüber Android gibt, doch im großen und ganzen finde ich es eine gute Lösung: Entwickler können durch bestimmte API’s ihre Apps multitaskingfähig machen und so bestimmte Dienste im Hintergrund laufen lassen.

Durch einen Doppelklick auf den Home-Button erscheint eine Liste der geöffneten Apps. Der Grund, weshalb ist das so gut finde, ist folgender: Durch das Einfrieren wird der Akku merklich geschont. Bei Android-Geräten ist der Akku nach einem Tag intensiver Nutzung im Keller. Hauptsächlich liegt das an den Apps, die im Hintergrund unentwegt laufen.  Das iPad hingegen hat eine Akkulaufzeit von 10 Stunden, und zwar bei Videowiedergabe oder beim Surfen. Also das „unechte“ Multitasking sehe ich mehr als Vorteil als als Nachteil.

Ein weiterer großer Kritikpunkt von vielen ist das fehlende Flash. Deren Meinung nach kann man das Web garnicht richtig nutzen, wenn der Flash-Player von Adobe nicht vorinstalliert ist. Doch auch das sehe ich nicht als Nachteil. Wir müssen uns nur die Frage stellen, wo man Flash eigentlich braucht. Sicherlich Youtube-Videos. Ok, aber wenn ich mit dem iPad ein eingebundenes Video anschauen will, ist das kein Problem. Einfach Play drücken und los geht’s. Und ihr wollt mir doch nicht etwa erzählen, dass ihr Online-Games auf dem iPad zocken wolltet, wenn es Flash hätte, oder?

Android

Neben den ganzen Vorteilen von iOS darf man natürlich auch Android nicht vernachlässigen. Der größte Vorteil und damit auch der größte Nachteil des iPad ist die Produktvielfalt. Gibt es bei iOS nur das iPad zur Wahl, kann man bei Android aus sehr vielen unterschiedlichen Tablets auswählen. Mittlerweile gibt es auch wieder jede Menge Honeycomb-Tablets. Auf jeden Fall kann man so auswählen, welches Produkt man nutzen will.

Ein weiterer Vorteil besteht natürlich in der Anpassbarkeit des Betriebssystem. Mir gefällt dies nicht, also weg damit. Mit gefällt jenes nicht, also verändere ich es. Das ist einfach ein Vorteil, der bei iOS überhaupt nicht zum Tragen kommt. Dort kann man mittlerweile sogar das Hintergrundbild ändern, ein enormer Fortschritt. Wow. Bei Android hingegen kann man alles verändern, man hat sogar die Qual der Wahl bei den Benutzeroberflächen. Es stellt sich zum Beispiel die Frage, ob man lieber HTC Sense oder Motoblur nutzt. Hätte Google die PR wie Apple, würde sich Android einfach besser verkaufen, denke ich. Allein die Menge an Personen, die man mit den unterschiedlichsten Geräten anspricht, ist gewaltig.

Homescreens & Widgets

Ein weiterer Vorteil ist der Homescreen. Bei iOS liegen dort alle Apps, man kann sie auch sortieren wie man will. Doch Widgets oder gar andere Funktionen besitzt der Apple-Homescreen nicht. Android hingegen besitzt eine Menge Widgets, die man einfach beliebig auf den Homscreens verteilen kann. Für die Apps gibt es ein einzelnes Menü, was wiederum der Übersichtlichkeit zu gute kommt. So kann man seine Favoriten auf dem Homescreen ablegen. Die Apps, die man nur selten nutzt, werden eben nur im Menü angezeigt.

Fazit

Abschließend denke ich einfach, dass es immer auf die Wünsche des Kunden ankommt. Will man mit dem Tablet lediglich konsumieren und surfen, ist das iPad die erste Wahl. Setzt man seinen Schwerpunkt aber auf Anpassbarkeit und Flexibilität, würde ich eher Android wählen. Jeder muss für sich entscheiden, welches Betriebssystem das beste ist. Mit meinem Android-Smartphone bin ich z.B. sehr zufrieden, weil es für unterwegs einfach alle Möglichkeiten bietet, die mir ein iPhone wahrscheinich nicht bieten könnte. Mit dem iPad möchte ich hingegen nur konsumieren und nicht modifizieren, deshalb habe ich bis jetzt noch kein Android-Tablet. Das wird sich aber ganz sicher ab dem Verkaufsstart des XOOM von Motorola ändern.

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