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Adonit Jot Touch Kurztest: Sehr guter iPad-Stylus mit Einschränkungen

Den Adonit Jot Touch haben wir schon vor einer Weile in einem recht ausführlichen Hands-On unter die Lupe genommen – in den letzten Wochen musste sich der Stylus dann einer intensiveren Auseinandersetzung verschiedenen Herausforderungen stellen: Verbunden wird der Stylus per Bluetooth mit dem iPad, wodurch dem Nutzer dann quasi ein „richtiger“ Eingabestift mit Drucksensitivität und Handballenerkennung zur Verfügung steht. Zwar lässt sich der Stylus prinzipiell auch mit jedem anderen Touchscreen verwenden, doch je nach der Art des Digitizers variiert die Qualität der Linien und Druck- sowie Handballenerkennung ist ohne Bluetooth-Kopplung, die tatsächlich nur unter iOS funktioniert, natürlich auch nicht möglich.

Die Einrichtung ist hierbei recht selbsterklärend: In jeder App, die von dem Stylus unterstützt wird, gibt es eine Option zur Kopplung mit dem Stylus. Wirklich viel tun muss der Nutzer hierbei nicht, mit einem einzigen Knopfdruck lässt sich der Stylus mit dem iPad verbinden – nerviges Herumfummeln ist in den Bluetooth-Einstellungen damit endgültig ein Relikt der Vergangenheit. Es gibt im iOS-Store so einige Applikationen, die mit dem Adonit Jot Touch kompatibel sind – persönlich gefällt mir die Concepts-App besonders gut, welche das Skizzieren von Konzeptzeichnungen durch zahlreiche Werkzeuge und exakte Maßangaben enorm erleichtert.

Adonit-Jot-Touch-test-concepts

Doch es soll hier ja mehr um den Stylus selbst gehen und weniger um die Apps – das Schreibgefühl ist zugegeben etwas ungewohnt, da man mit einer recht harten Spitze auf die Glasfront des iPads schreibt. Dass die Glasoberfläche hierbei zerkratzt, ist eigentlich nicht möglich, da die Kunststoffspitze wohl kaum so hart ist, wie die Oberfläche des iPads – trotz intensiver Nutzung konnte ich diesbezüglich im Test keinerlei Schäden feststellen. Es ist jedoch ein ziemlich ungewohntes Gefühl beim Schreiben und Zeichnen, was auch nach längerer Eingewöhnungszeit nicht ganz schwinden möchte. Prinzipiell kann man mit dem Adonit Jot Touch zwar schreiben, man vergisst aber zu keinem Zeitpunkt, dass es sich hierbei um einen Stylus für das iPad und nicht etwa einen echten Stift handelt. Wenngleich die Druckerkennung sowie Handballenerkennung durchaus gut funktioniert, reicht der Stift nicht ansatzweise an den Schreibkomfort eines Samsung Galaxy Note oder Surface Pro heran, das muss in aller Deutlichkeit gesagt werden. Weshalb der Adonit Jot Touch dennoch eine Existenzberechtigung hat, ist vor allem am App-Ökosystem zu erklären: Es gibt für das iPad einfach viel mehr Apps, die von einem Stylus profitieren, als unter Android oder im Windows Store.

Insgesamt erscheint mir der Adonit Jot Touch aufgrund der für professionelle Ansprüche nicht unbedingt exakten Spitze und dem ungewohnten Schreibgefühl als eine Art Kompromiss, den der Nutzer eingeht, sobald er unbedingt auf seinem iPad einen Stylus verwenden möchte. Als Stylus für iPads ist der Adonit Jot Touch aber definitiv empfehlenswert und vermutlich einer der besten seiner Art – die Verarbeitung ist hervorragend, die Einrichtung einfach und das Aufladen bequem und dank einer guten Akkulaufzeit kommt man auch recht lange mit einer Ladung klar. Nur kann der Adonit Jot Touch eben für anspruchsvollere Nutzer einen echten aktiven Digitizer und Stylus nicht ersetzen, was sicher auch den technischen Gegebenheiten zuzuschreiben ist.

Adonit Jot Touch drucksensibler Stylus mit Pixelpoint für Apple iPad weiß

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