Patentstreit: Microsoft erwirkt Verkaufsstopp von Motorola-Produkten

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Motorola muss seine Geräte aufgrund eines Verkaufsstopps von Microsoft überarbeiten.


microsoft vs motorola

Der Patentwahnsinn nimmt kein Ende. Momentan bekriegen sich so gut wie alle Technologie-Unternehmen untereinander mit wahnwitzigen Patentklagen. Auch Motorola und Microsoft. Das zu Google gehörende Unternehmen musste jetzt vor dem prominenten Mannheimer Landgericht eine Niederlage einstecken. So verkauft Motorola über seine Website nur noch drei Smartphones und zwar die Modelle RAZR i, RAZR HD und Gleam+. Alle anderen Devices, inklusive Tablets, wurden aus dem Shop verbannt.

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Worum geht es genau? Um das Patent mit der Nummer EP1233343. Die Technik ermöglicht es ein Programm mit einem Code zu schreiben, welches aber trotzdem auf mehreren Geräten funktioniert ohne das Programm für jedes mobile Endgerät einzeln neu schreiben zu müssen. Laut Reuters hat Mircosoft hier als Besitzer des Patents Recht bekommen und Motorola nun gezwungen seine Geräte zu überarbeiten.

Wiederholt läuft es in der Branche in die falsche Richtung, wie ich glaube. Es kann nicht sein, dass Patente genutzt werden, um die Absatzzahlen der Konkurrenz zu drücken. Das Wesen eines Patents ist es Fortschritt zu sichern und Rechte an Innovationen rechtssicher zuteilen zu können. Diesen Gedanken zu pervertieren kann bewirken, dass unser Patentsystem wie wir es kennen, nicht mehr dazu dient Fortschritt zu sichern, sondern vielmehr eine Stagnation zu verursachen. Das schadet nicht nur Kunden, sondern auch Forschung und Entwicklung. So viel dazu, hoffen wir mal die Hersteller einigen sich in Zukunft eleganter, schließlich hat es die Autoindustrie längst vorgemacht.

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