Vergleich: Acer Iconia W510 vs. Galaxy Note 10.1 fürs Studium

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Das Galaxy Note 10.1 und das Acer Iconia W510 gehören wohl zu den Tablets die sich am besten für das Studium eignen.


Galaxy Note 10.1 vs W510

Das Wintersemester hat in den meisten Bundesländern bereits wieder angefangen, für manche ist es der Beginn des Studiums, für andere vielleicht auch der Endspurt. In jedem Falle können einem Tablets das Studium in vielen Bereichen erleichtern, nur stellt sich angesichts der großen Auswahl häufig die Frage, welches sich nun am besten eignet. Als Reader für Dokumente, Bilder, Videos und Online-Inhalten ist ohne Frage das günstige Nexus 7 mit dem scharfen Screen die beste Wahl, aber was ist, wenn man sein Tablet auch produktiv zur Erstellung von Inhalten nutzen möchte?

Galaxy Note 10.1 vs W510

Meiner Meinung nach entscheidet sich die Frage ausschließlich zwischen dem Galaxy Note 10.1 und Windows-8-Tablets mit Keyboard-Dock. Das iPad bietet zwar umfangreiche Software, lässt sich aber mangels aktivem Digitizer und Tastatur eher nicht zur Erstellung von Inhalten verwenden. Die Transformer-Reihe von ASUS bot zwar eine Tastatur, allerdings gibt es nach wie vor keine Office-Apps, die an die Qualität von Microsoft Office 2007 bzw. 2010 heranreichen. Der günstigste Vertreter mit einem Preis von 499 Euro ist das Acer W510, welches eine lange Akkulaufzeit hat und gerade ausreichend Leistung für den Officebetrieb besitzt.

Das Galaxy Note 10.1 wiederum bietet eine umfangreiche Premium-Suite, mit dem Block und Stift ebenso wie dicke Mappen obsolet werden und für rund 500 Euro sogar eine 3G-Anbindung fürs Surfen unterwegs. Auch anspruchsvolle Android-Spiele lassen sich auf dem Galaxy Note 10.1 spielen. Schaut man sich im Folgenden die Specs und Ausstattung der beiden Geräte an wird allerdings schnell ersichtlich, dass das W510 zumindest auf dem Papier häufig die Nase vorne hat:

Daten
Acer Iconia W510
Galaxy Note 10.1
BetriebssystemWindows 8 Android 4.1 Jelly Bean
Leistung/SpeicherIntel® Atom™ Z2760 Dual Core 1,50 GHz

2 GB RAM

32 GB SSD (erweiterbar via microSD)
Samsung Exynos 4410 Quad-Core 1,40 GHz

2 GB RAM

ab 16 GB (erweiterbar via microSD)
Display1366x768 Pixel, 10,1 Zoll Diagonale, TFT-Display1280x800 Pixel, 10,1 Zoll Diagonale, PLS-Display
Kameras8 Megapixel Rückseite, 2 Megapixel Vorderseite, LED-Blitz5 Megapixel Rückseite, 1,9 Megapixel Vorderseite, LED-Blitz
Eingabemöglichkeiten/ZubehörKeyboard-Dock (standardmäßig im Lieferumfang)S-Pen
Abmessungen/GewichtB x H x T) 16,75 x 0,88 x 25,85 cm

580 g (ohne Keyboard-Dock), 1260g (mit Dock)
B x H x T) 18 x 26,2 x 0,9 cm

600 g
AkkulaufzeitBis zu 18 Stunden mit Dock8 Stunden
Schnittstellen/KonnektivitätAm Tablet selbst:

micro USB, microHDMI, microSD-Slot

An der Docking-Station:

1 USB 2.0 Anschluss, vollwertiger SD-Card-Reader
Micro-USB, microSD - HDMI nur über Adapter möglich
Preis- 499 Euro ohne 3G
- 699 Euro mit 3G
- ab 433 Euro ohne 3G
- ab 529 Euro mit 3G

Das Acer Iconia W510 besitzt insgesamt weit mehr Anschlüsse und dank Keyboard-Dock auch eine längere Laufzeit, zumindest im aktiven Betrieb. Darüber hinaus löst das Display etwas schärfer auf, die Kamera hat einige Megapixel mehr und in der Realität ist die Verarbeitung dank Aluminium-Gehäuse auch weitaus wertiger als beim Galaxy Note 10.1 während der Preis vergleichbar ist.

Das Galaxy Note 10.1 bietet mit Android 4.1 Jelly Bean aber weitaus mehr für Tablets geeignete Apps, darunter vor allem zahlreiche Spiele. Zudem ist eine Stylus-Eingabe auf dem W510 nicht so gut wie beim Samsung-Modell möglich, sodass man sich auf die Tastatur verlassen muss. Dank vollwertigem Microsoft Office ist das jedoch völlig ausreichend, sofern man keinen Studiengang studiert, in dem übermäßig viele Skizzen angefertigt werden.

Fazit:

Wer sehr viel tippt und einen Laptop-Ersatz sucht, sollte definitiv zum Acer Iconia W510 greifen. Das Preisleistungs-Verhältnis ist sehr gut und die Möglichkeiten bei Windows fürs Arbeiten doch umfangreicher. Das Galaxy Note 10.1 eignet sich vor allem als Zweitgerät neben dem Windows-Laptop oder Macbook für Studenten, die häufig Skizzen und Schaubilder anfertigen oder einfach lieber schreiben als tippen. Mit dem Galaxy Note 10.1 wird man nie in die Bedrängnis kommen, ein gewisses Sonderzeichen oder ein Schaubild nicht sofort festhalten zu können.

Ein vollwertiger Laptop-Ersatz ist es aufgrund des recht beschränkten Multitaskings und fehlenden Programmen jedoch nicht, zumindest wenn man sich sehr stark auf bestimmte Windows-Programme verlässt. Mathematische Formeln kann man via Tastatur mit LatEX oder sogar Microsoft Word etwa genau so schnell festhalten, wie via S-Pen und optionaler Formelerkennung.

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  • Alex

    danke für den Vergleich…
    Ist es wirklich nicht möglich auf dem Iconia mittels Stylus zu schreiben? Finde diese Funktion beim Note sehr praktisch für die Skripte im Studium…

    • Tuan Le

      Da das Tablet keinen aktiven Digitizer besitzt leider nein.

      MfG

      • Nico

        Mit einem kapazitiven Stylus müsste man aber doch darauf schreiben können oder? Da soweit ich weiß bei dem 5-Punkt-Multitouch Displays der Stift dann als Finger erkannt wird.
        Da das Tab nicht zwischen Stift und Finger unterscheiden kann kommt es halt zu unbeabsichtigten Klicks wenn man die Hand wie beim Schreiben auf einem Blatt hält. Dennoch müsste es mit einem gewissen Handkrampf möglich sein einen kapazitive Stylus auf dem Acer zu verwenden oder liege ich hier grundlegend falsch?

        • Tuan Le

          Das ist korrekt, da derartige Stifte einfach nur einen Finger simulieren. Für grobe Skizzen ist das noch einigermaßen brauchbar, zum Schreiben allerdings nicht mehr. In jedem Fall ist der Komfort geradezu Lichtjahre von dem eines Wacom Digitizers entfernt.

          MfG

  • Pete

    Galaxy Note 10.1 läuft noch auf Android 4.0.4 Gibt bis jetzt nur ein Leak für Jellybean dass aber vielversprechend aussieht.

  • Duselwusel

    Hallo ich verstehe nicht warum nicht ein Windows 8 Tablet mit Stylus verglichen wird wie das Samsung aktiv ?

    • Tuan Le

      Weil das Gerät in einer gänzlich anderen Preisklasse liegt…

      MfG

  • Gast

    Sorry aber Deine Einschätzung zum iPad kann ich nicht teilen. Für die Geistes- und Sozialwissenschaften finde ich persönlich es sogar besser als Tablets der Konkurrenz. Zum Beispiel: Ich arbeite zu Hause an meinem Computer, lese die Aufsätze und Buchpassagen nur noch als digitale Version in meinem Literaturverwaltungsprogramm Sente. Mache dort Anmerkungen exerpiere usw. alles innerhalb des Programms. Dazu verfasse ich einen Text, z.B: einen Aufsatz und benutze hierfür Scrivener. Der Vorteil Scrivener produziert zunächst den nackten Text, der dann in alles Mögliche exportiert werden kann. Nun geh ich los zur Uni, nehme nur mein iPad eine Bluetooth-Tastatur und einen Stylus mit. Dort schreibe ich mit Stift Seminarnotizen, mache Fotos von der Tafel etc. Später sitze ich in der Bibo, nehme mein iPad raus und würde gerne an meinen Sachen vom Morgen weiterarbeiten … kein Problem. Sente gibt es als App fürs iPad synchronisiert sich über die Cloud, Lese und notiere also genau da weiter wo ich aufgehört habe. Neue Ideen nach dem Gelesenen kommen für meinen Text auf. Kein Problem Scrivener gibt es zwar (noch) nicht als App aber lässt sich wunderbar mit Simplenote synchronisieren. Zack Simplenote angeworfen und den Aufsatz vom Morgen bearbeitet. Ganz ehrlich wenn ich in der Bibliothek die anderen sehe, wie sie sich mit den Tastaturen vor ihren kleinen Tabletbildschirmen verrenken, bin ich froh, dass ich meine Tastatur bewegen kann wie ich will. Also Ende vom Lied. Abends kann ich zu Hause meinen Rechner an machen und alles ist auch dort auf dem aktuellen Stand.

    • Tuan Le

      Das Arbeiten mit einer Bluetooth-Tastatur ist natürlich am optimalsten, aber in der Vorlesung hat man eben unmöglich Platz für Tastatur UND Tablet (zumindest bei uns in der Mathefakultät).

      Ansonsten lässt sich alles von dir Beschriebene auch auf jedem x-beliebigem Android-Tablet via Google Drive machen. Und das ist für mich persönlich zumindest überhaupt keine Option, weil es in meinem Vorlesungen kein Skript gibt und ich tatsächlich pro Vorlesung 5-6 Seiten mitschreiben muss.

      MfG

      • Gast

        Hm, also ich habe die Programme auf Android noch nicht gefunden, die mir einen halbwegs passablen digitalen workflow ermöglichen. Verstehe ich Dich richtig, dass Du Dateien bearbeiten (Texte, pdf usw.) in Dropbox oder Google Drive packen und dann zu Hause am Rechner noch mal bearbeiten sprich in die Programme übertragen, als vergleichbaren bis gleichwertigen Arbeitsablauf ansiehst, wie der oben beschriebene? Da kann ich Dir absolut nicht zustimmen.
        In Bezug auf Tastatur im Hörsaal stimme ich Dir zu. Auf so nem kleinem Klapptisch geht das schlecht mit einer Bluetooth-Tastatur. Auch ist der oben beschriebene Ablauf aus der Sicht eines Geisteswissenschaftlers. Samsungs Tablet bietet da für Dich sicherlich bessere Möglichkeiten auch Formeln einzubinden.

        • Tuan Le

          Ich habe mit den von dir beschriebenen Programmen noch nicht gearbeitet, deswegen kann ich dazu nicht viel sagen, Vielleicht teste ich das demnächst mal auf einem iPad ;)

          MfG