Wenn man sich ein Tablet kaufen möchte und sich die verschiedenen Geräte ansieht, ist meist auch der Preis durchaus entscheidend. Schließlich möchte man gute Technik zum günstigen Preis. Schon beim ersten Galaxy Tab von Samsung im Herbst 2010 war die Aufregung groß, als eine UVP von 799 Euro genannt wurde. “Wer zahlt denn so viel Geld für ein Gerät, das man eigentlich gar nicht braucht?”, haben sich viele gefragt.

Doch der Preis sank schnell und das Tablet entwickelte sich zum absoluten Verkaufsschlager. Nun sind wir im März 2011 angekommen und viele Hersteller haben ihre neuen Honeycomb-Tablets vorgestellt. Und wieder gibt es Diskussionen über den Preis, besonders da das iPad 2 trotz der guten technischen Ausstattung nur 499 Euro kostet. Man fragt sich natürlich, was diesen hohen Preis von z.B. 899 Euro beim LG Optimus Pad oder 799 beim Motorola Xoom rechtfertigt.
Zunächst müssen wir uns wohl wirklich damit abfinden, dass man für gute Technik auch einen entsprechenden Preis bezahlt. Der Vergleich von Tablets mit Netbooks ist ebenfalls unpassend, da es grundlegend verschiedene Geräte mit unterschiedlichen Komponenten sind. Wenn wir uns also ein Tablet im Bereich von 100 Euro kaufen, ist selbstverständlich keine besonders gute Qualität zu erwarten. Erste brauchbare Tablets sind ab 300 Euro erhältlich, wie z.B. die Archos Internet Tablets. Die nächste Preisstufe wird von Apple besetzt, das iPad ist bereits ab 499 Euro erhältlich.

Halten wir fest: Wir finden im niedrigsten Preissegment von ca. 100 Euro nur Billigware, erste einigermaßen gut zu bedienende Tablets gibts zum Preis von ca. 300 Euro und wirklich gute Tablets fangen im Bereich von 500-600 Euro an. Ich persönlich finde diesen Preis angemessen und kann die Leute gut verstehen, die nicht mehr als diesen Preis ausgeben möchten. Doch an dieser Stelle möchte ich auf einen Artikel von Bloomberg Businessweek eingehen, in dem der Autor Kevin Tofel der Frage nachgeht, wie viel die Leute tatsächlich für ein Tablet ausgeben möchten.
Dabei geht er auch auf eine Umfrage des Institute for Mobile Markets Research ein, in der 814 Verbraucher nach ihrer Meinung gefragt wurden. Demnach sind die Befragten bereit, durchschnittlich 351 Dollar für ein Tablet auszugeben, maximal jedoch 524 Dollar. So vermutet Tofel, dass viele deshalb zunächst zu dem günstigsten iPad Modell ohne UMTS greifen werden und empfiehlt auch anderen Tablet-Herstellern, eine günstige WiFi-only Version der Tablets anzubieten, was beim Motorola Xoom beispielsweise nicht der Fall ist. Später könne man immer noch eine teurere Variante mit UMTS und mehr Speicher auf den Markt bringen. Natürlich dürfte auch diese Variante nicht zu viel kosten. Laut der Umfrage sind die Befragten bereit, rund 100 Dollar für eine UMTS-Version mehr auszugeben.

Abschließend lässt sich sagen, dass die Hersteller ihre Preise für Tablets nicht zu hoch ansetzen sollten, denn man merkt an der Umfrage, dass die meisten Menschen nicht mehr als ca. 600 Euro ausgeben möchten. Zumindest sollten auch günstigere Modelle angeboten werden, die diese Preisgrenze nicht überschreiten.
Wie viel Geld würdet ihr maximal für ein Tablet ausgeben?
