Apple betonte in der Vergangenheit immer wieder die strikte Trennung zwischen iOS und MacOS, die auf unterschiedlichen Nutzerprofilen für die jeweiligen Geräte beruhe. Auch Google dementierte vor kurzem die Gerüchte um ein Chrome-Tablet, da man dies als ein reines Laptop-OS sehe und Android und Chrome OS voneinander trennen wolle. Microsoft scheint hier aber gänzlich andere Wege zu gehen, denn auch wenn sich Windows RT und die reguläre Windows-8-Version in Kernpunkten voneinander unterscheiden, soll nun auch Windows Phone 8 denselben Quellcode wie Windows 8 nutzen.
Wie bei sovielen Dingen gibt es bei dieser Entscheidung Vor- und Nachteile. Der Vorteil liegt klar auf der Hand, denn aufgrund der Vereinigung der Plattformen – ähnlich wie bei Android 4.0 Ice Cream Sandwich, wo erstmals der Quellcode von Smartphone und Tablet vereint wurde – ist die Software-Fragmentierung natürlich geringer. Für die Entwickler ist es zudem einfacher, Software von einer Plattform auf die andere zu übertragen, da dann nur noch die Auflösung und das Layout angepasst werden muss.
Zugleich ist es jedoch fraglich, ob die bisherigen Windows-Phone-7-Geräte überhaupt ein Update auf Windows Phone 8 erhalten werden. Außerdem ist es so, dass die Benutzeroberfläche von Smartphones, Tablets und Laptops sich eigentlich unterscheiden sollte, da die Bedienung und auch der Anwendungsbereich sich unterscheiden. Andernfalls laufen die Hersteller Gefahr, ihren Kunden auf jeder Hardware die gleiche Nutzeroberfläche zu präsentieren, die insgesamt eher einen Kompromiss zwischen allen 3 Hardware-Formen darstellt.
via slashgear

