Samsung lässt Galaxy Tab 7.7 wegen Apple-Rechtsstreit vom IFA-Stand verschwinden

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Um genau 15:00 Uhr hatte ich heute einen Termin mit Samsung - kurz nachdem offenbar das Galaxy Tab 7.7 komplett von der Messe verschwunden ...


Galaxy Tab 7.7 IFA Abdeckung

Um genau 15:00 Uhr hatte ich heute einen Termin mit Samsung – kurz nachdem offenbar das Galaxy Tab 7.7 komplett von der Messe verschwunden ist. Sowohl alle Ausstellungsgeräte als auch die Schriftzüge wurden plötzlich entfernt und mit Informationen zum Bada-Smartphone Wave 3 ersetzt. Auch bei meinem Treffen mit der Pressesprecherin und dem Produktmanager von Samsung Mobile war man auf das Thema nicht gut zu sprechen und wollte lieber über das Galaxy Note mit 5,3-Zoll-Display reden. Grund für die ungewöhnliche Räumungsaktion ist der Rechtsstreit mit Apple.

Samsung teilte gegenüber dem Blog SamFirmware mit, dass man den Gerichtsbeschluss vom 2. September aus Düsseldorf respektiere und deshalb nun das Galaxy Tab 7.7 nicht mehr zeigen könne. Trotzdem sei dies eine massive Einschränkung für die Kunden in Deutschland und man werde weiterhin alles dafür tun, die Produkte auch hierzulande verkaufen zu dürfen. Die endgültige Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf wird am 9. September bekanntgegeben, vorher gilt weiterhin das Verkaufsverbot des 10.1-Modells.

Laut Daniel Fiene von Was mit Medien waren schon in den vergangenen Tagen Juristen auf der Messe unterwegs und haben den Stand von Samsung beobachtet. Ob Apple tatsächlich eine weitere Klage eingereicht hat oder Samsung nur auf Nummer sicher gehen wollte, ist noch unklar. Auf jeden Fall haben die Aufkleber “Kein Verkauf in Deutschland” offenbar nicht mehr ausgereicht, sodass nun zu dieser Maßnahme gegriffen wurde. In einer Stellungnahme gegenüber AndroidPIT wurde lediglich um den heißen Brei herumgeredet:

Wir haben uns aus aktuellem Anlass entschieden, das Produkt gegen unser anderes Highlight auszutauschen – das Galaxy Note, da das Produkt ohnehin nicht in Deutschland zum Verkauf angeboten worden wäre. Deshalb wollen wir unseren Kunden das Galaxy Note nochmal genauer zeigen.

Eigentlich sehr schade um das Galaxy Tab 7.7, da es mit einem Super-AMOLED-Screen ein echtes Alleinstellungsmerkmal hatte und auch das Design des Geräts überzeugte. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als den 9. September bis zur Entscheidung abzuwarten und die weiteren Schritte von Samsung zu beobachten.

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  • Hans

    Schon sehr merkwürdig das Ganze! Das 7.7 ist von der EV eigentlich nicht betroffen.
    Erst stellt man es vor, lässt es die Fachpresse testen und entfernt es dann an einem Samstag medienwirksam Hals über Kopf aus den Regalen. Schon möglich, dass da was juristisches dahinter steckt. Anlass ist der Rechtsteit mit Sicherheit, nur ob dieses auch für den konkreten Fall gilt? Ich traue ihnen jedenfalls auch zu, dass dieses Szenario durchaus geplant gewesen sein kann, um einmal richtig zu zeigen, wohin diese gerichtlichen Auseinandersetzungen so alles führen können, selbt wenn das Gerät gar nicht betroffen sein sollte. Man handelt halt "vorbeugend" und vermeidet betont jegliche Äußerungen, die auf einen Zusammenhang mit dem Rechtsteit hindeuten könnten.

    Wie gesagt, die Fachpresse ist informiert, es ist in aller Munde, die Berichterstattung läuft und der gemeine Messe-Besucher (auf den es letztlich nicht wirklich ankommt) schaut in die Röhre.

    Bevor ich mir hier ein vorschnelles Urteil erlaube, würde ich die genauen Hintergründe gerne kennen. Wir haben es hier schließlich mit miliardenschweren Unternehmen und nicht mit irgendwelchen Deppen zu tun, denen mittendrin mal kurz auffällt, dass sie etwas zeigen, was sie eigentlich nicht zeigen dürften. Dafür klingen mir die Statements auch irgendwie zu ausgefeilt und nicht überrascht genug. Ähnlich wie damals die Tatsache, dass dem Gericht im Rahmen der EV bereits im Vorfeld eine Schutzschrift vorlag, was sich anfänglich ganz anders angehört hatte.

    So oder so bleibt es spannend. Wenn Apple wirklich interveniert haben sollte, kann selbst ich es nicht nachvollziehen, da es sich aus meiner Sicht um eine ganz andere Geräte-Klasse handelt, wenn's ein PR-Gag von Samsung war, wäre das zwar verständlich, aber dennoch eine ziemlich miese Nummer gegenüber dem Messe-Besucher.

    Nur schade, dass Jakob es nicht sehen konnte. Vielleicht hat er ja dafür eines heimlich zugesteckt bekommen…

    • Gast

      Ja komisch, die ganzen Blogs konnten vorher noch ihre Videos machen, und dann wird der ganze Kram medienwirksam abgeräumt. Um es perfekt zu machen, hätten eigentlich nur ein paar Schauspieler gefehlt, die Apples Patentanwälte mimen.

  • Gast

    Bitte beim nächsten Mal Bildquellen angeben. Danke.