Motorola erwirkt Verfügung gegen Microsoft: Windows-7 und Xbox 360 betroffen

Von am E-Mail E-Mail Google+ Google+

Microsoft hatte neben einigen anderen Unternehmen rechtliche Schritte gegen Motorola einleiten lassen, weil man dem Konzern ...


microsoft vs motorola

Microsoft hatte neben einigen anderen Unternehmen rechtliche Schritte gegen Motorola einleiten lassen, weil man dem Konzern wettbewerbswidriges Handeln vorwarf. Unter anderem ging es um grundlegende Video-Codecs wie zum Beispiel H.264, die Motorola lizensieren hat lassen und weshalb man Apple und eben Microsoft für die Xbox 360 und Windows 7 zahlen lassen möchte. Microsoft hat das abgelehnt, musste jedoch dafür vor Gericht eine Niederlage einstecken – eine entsprechende Verfügung, die die Distribution von Windows 7 und Xbox-360-Konsolen verbieten soll, wurde nun laut FOSS Patent in Mannheim genehmigt.

microsoft vs motorola

Solche Verfügungen dienen in der Regel dafür, Markeninhabern vor finanziellem Schaden zu bewahren. Wenn zum Beispiel Plagiate von Produkten auftauchen, wird dadurch verhindert, dass das betroffene Unternehmen Verluste bei den Einnahmen macht, weil die Kunden alle zu den Plagiaten greifen. Inwiefern es hier zwischen Microsoft und Motorola aber Überschneidungen bei der Kundschaft gibt erscheint fragwürdig, denn weder gibt es ein Motorola-OS, noch Spielekonsolen vom Tablet- und Smartphone-Hersteller.

Die einstweilige Verfügung wirkt daher in meinen Augen nicht gerechtfertigt, da Motorola durch den weiteren Vertrieb von Windows-7-Lizenzen und Xbox-360-Konsolen keinerlei Verluste zu befürchten hat. Sollte Motorola recht behalten im Streitfall, wird Microsoft ohnehin Lizenzen zahlen müssen und wenn Microsoft Recht zugesprochen wird, ist die ganze Angelegenheit sowieso hinfällig. Die Verfügung dient also wohl in erster Linie dazu, Microsoft unter Druck zu setzen und Motorola verhält sich hier ebenso Innovations-schädigend, wie man es häufig Apple vorwirft.

 via engadget

+1Share on FacebookShare on Twitter