Völlig überraschend sah ich auf meinem Weg zur Acer-Halle auf der IFA 2012 einen E-Reader von Wexler, der sich bei genauerem Hinsehen als vollwertiges Tablet mit Touchscreen entpuppte. Das Tablet mit der Bezeichnung E6005 besitzt sogar WLAN und kann dank des sparsamen E-Ink-Displays bis zu zwei Wochen lang im Einsatz bleiben. Für mich persönlich ist das E-Ink-Tablet definitiv ein kleines Highlight gewesen, ein genauer Release-Termin in Deutschland steht leider noch aus.
Installiert ist eine Android-Version, die ich mangels Farben oder Merkmalen nicht genauer identifizieren konnte. Das ist auch weniger wichtig, da das Tablet nur ein oder zwei Frames pro Sekunde darstellen kann und man an Spiele oder Videos gar nicht erst denken sollte. Interessant ist aber die Rechenpower des Gerätes, denn tatsächlich kann man mit dem Tablet ohne Weiteres im Internet Surfen.
Unsere Website zum Beispiel stellte das Tablet ohne Probleme dar, sogar das Scrollen funktionierte “flüssig”. Beim Navigieren durch die Seite lädt sich der komplette Screen nochmal neu, aber das geht relativ zügig. Ich könnte mir definitiv vorstellen, dass man mit dem Reader gemütlich auf der Terrasse seine Lieblings-Webseiten besuchen kann, denn das Laden der Seiten funktioniert wirklich überraschend schnell.
Das Gehäuse ist sehr leicht und fühlt sich mit der matten Kunststoffbeschichtung außerordentlich angenehm und hochwertig an. Intern sind 4 GB verbaut, die durch microSD erweitert werden können. Das E-Ink-Display an sich wirkt natürlich nicht so modern und hochwertig, lässt sich jedoch selbst bei kleinster Schrift gerade bei Sonneneinstrahlung besser ablesen als normale Displays.
Der Reader soll mit allen gängigen E-Book-Formaten zurechtkommen und darüber hinaus sogar PDF- und Word-Dateien lesen und Musikdateien abspielen können. Unter Umständen macht dies das Gerät zu einem vollwertigen elektronischen Dokumentenordner, das 6-Zoll-Display hätte aber ruhig größer sein können. Mit einem Preis von etwa 160 Euro ist es zudem günstiger als die meisten Tablets, interessant wäre im Praxistest die Frage, wie das Tablet mit Apps erweitert werden kann.

