Ich persönlich sehe das Preisleistungs-Verhältnis und nicht den absoluten Preisbetrag bei Tablets als entscheidenden Faktor. Vielleicht liegt dies auch an einigen unangenehmen Erfahrungen mit Billig-Tablets, doch zum Glück gibt es mittlerweile mit dem Google Nexus 7 und bald auch dem Amazon Kindle Fire bzw. Kindle Fire HD Tablets ab 200 Euro, die für weniger anspruchsvolle Kunden qualitativ gute Tablets darstellen. Der Buchhändler Gardner aus Großbritannien stellt sich dennoch den aktuellen Trends entgegen und will mit einem eigenen Tablet für 59 britische Pfund Kunden anlocken.
Das sind umgerechnet etwa 75 Euro, was für ein Tablet aus Europa ein ziemlicher Tiefpreis ist. Trotz des geringen Preises soll das Tablet mit Android 4.0, einem microSD-Slot, eine VGA-Frontkamera sowie 4 GB internen Speicher. Mit dem 1-GHz-Single-Core-Prozessor dürften Nutzer, die ihr Tablet eher zum Lesen von Dokumenten verwenden, ausreichend Rechenleistung besitzen. Vergleichbar mit dem Kindle Fire oder gar Google Nexus 7 wird das GoTab von Gardner dadurch aber nicht, vermutlich wird es das Tablet auch nicht nach Deutschland schaffen.
Ich persönlich denke, dass es bei der Preisgestaltung noch durchaus Luft gibt – das Google Nexus 7 ist der Beweis dafür, dass man nur an den richtigen Ecken sparen muss. Allerdings darf bei fallendem Preis nicht automatisch auch die Verarbeitung und Qualität gleich leiden, während bei der Ausstattung noch mehr Kompromisse eingegangen werden könnten. Der gänzliche Verzicht auf eine Kamera und die Verwendung von normalen TFT-Displays könnte den Verkauf von guten aber günstigen Android-Readern ermöglichen.
via liliputing

