Was für eine Aufregung! René von mobiFlip hat gestern das Samsung Galaxy Tab 10.1N beim deutschen Online-Shop cyberport entdeckt, wo es mit der Modellnummer P7501 für 549 Euro ab sofort lieferbar ist. Dabei handelt es sich um eine überarbeitete Version des Tablets, das der Hersteller in Deutschland aufgrund einer von Apple erwirkten einstweiligen Verfügung weder vermarkten noch vertreiben darf. Unterdessen hat Samsung gegenüber Yonhapnews bestätigt, dass das 10.1N tatsächlich für den deutschen Markt bestimmt sei, um weitere Klagen zu vermeiden.
Bei dem neuen Modell 10.1N kommt ein breiterer Rahmen zum Einsatz, in dem auch die beiden Lautsprecher untergebracht sind. Patent-Experte Florian Müller vermutet in seinem Blog, dass die Design-Abteilung von Samsung eng mit deutschen Anwälten zusammengearbeitet hat.
Die viel spannendere Frage finde ich aber, was Samsung mit dem Galaxy Tab 10.1N erreichen möchte. Ist es tatsächlich “nur” das Weihnachtsgeschäft, das man in Deutschland nicht verpassen will? Hierzu hat sich Lars von AllAboutSamsung geäußert und meint, dass man möglicherweise auch die deutschen Gerichte besser einschätzen möchte, um dies bei kommenden Produkten zu berücksichtigen. So wartet man wohl ab, ob Apple nun eine weitere Klage erhebt bzw. sich über einen Verstoß der einstweiligen Verfügung beschwert und wie die Justiz darauf reagiert.
Würde diese Klage abgelehnt werden, könnte man auch ähnlich marginale Änderungen am Galaxy Tab 7.7 und 7.0 Plus vornehmen, um diese ebenfalls in Deutschland auf den Markt zu bringen.
Wer das Samsung Galaxy Tab 10.1N kaufen möchte, kann dies zum Beispiel bei Amazon tun, wo es ab 447 Euro in der WiFi-only-Variante und ab 536 Euro mit 3G-Modul angeboten wird. Wie beim alten Modell kann aus einer schwarzen und weißen Version gewählt werden, die jeweils mit 16GB, 32GB und 64GB zur Verfügung stehen.
via androidnext

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