Mittlerweile versuchen die Unternehmen in der Technik-Branche die Verkaufszahlen immer weiter geheim zu halten – in der Presse erfährt man dann zwar, wie viel Umsatz bzw. Gewinn das Unternehmen insgesamt eingefahren hat, nicht aber, wie gut oder wie schlecht sich bestimmte Produkte verkauft haben. Vor Gericht können sich dies aber weder Apple noch Samsung erlauben und nach einer internen E-Mail des Senior Vice President von Apple mussten beide Konzerne nun auch ihre Verkaufszahlen offenlegen.
Samsung reichte hier ein umfangreiches Dokument ein, in dem genau aufgeschlüsselt wurde, wie viele Einheiten von jedem vom Rechtsstreit betroffenen Gerät zwischen Juni 2010 und Juni 2012 verkauft wurden. Insgesamt kommt der koreanische Hersteller auf 21,5 Millionen verkaufte Handys und 1,4 Millionen Tablets. Bei Apple sieht die Sache schon erheblich anders aus, denn im selben Zeitraum hat der Konzern ganze 34 Millionen iPads der zweiten Generation verkauft und somit allein durch iPads einen größeren Umsatz erzielt, als Smartphones und Tablets bei Samsung zusammen.
Zwar wurden bei Samsung Geräte, die nicht unter Apples Anklage standen, ausgenommen, dennoch sind die Unterschiede gerade bei den Tablets signifikant. Es erscheint daher ein wenig zweifelhaft, inwiefern Samsung jemals eine Gefahr für Apples Verkaufszahlen darstellen könnte, sodass die Forderungen Apples nach umgehenden Verkaufsverboten noch vor Vollzug eines Gerichtsurteils unangebracht erscheinen.
Gleichzeitig werden sicherlich auch noch weitere Zahlen und Dokumente sowohl von Samsung als auch Apple im Verlauf der Prozesse in das Licht der Öffentlichkeit rücken. Gerade Apple sperrt sich hier häufig vehement, was auch verständlich ist – kein Unternehmen gibt mehr oder minder sein Erfolgsgeheimnis vor dem ärgsten Konkurrenten preis. Selbst Umfragen und Marktforschungen sollen vom Gericht noch unter die Lupe genommen werden, sodass man noch einige weitere spannende Enthüllungen erwarten dürfte.
via netbooknews
