Kommentar: Kindle Fire stärkster iPad-Konkurrent ?

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Lange Zeit schien kein anderes Tablet anderer Hersteller es mit dem Apple iPad aufnehmen zu können. Trotz des hohen Preises setzte sich ...


Amazon Kindle Fire

Lange Zeit schien kein anderes Tablet anderer Hersteller es mit dem Apple iPad aufnehmen zu können. Trotz des hohen Preises setzte sich Apple an die Spitze der Tablet-Hersteller und wird auch in diesem Jahr mit mehr als 40 Millionen verkauften Exemplaren sämtliche Rivalen übertrumpfen. Doch auch Amazon legte nun mit seinem Kindle Fire nach und laut einem Artikel von Sascha von netbooknews stellt Amazon den ärgsten und einzigen Konkurrenten Apples dar. Schließlich besitzt sonst kein anderer Hersteller das entsprechende Ökosystem, um Apples Dominanz entgegen treten zu können.

 

Im Grunde genommen werden in der “Analyse” folgende Aspekte betrachtet:

  • “Weniger ist mehr!”  Einsparung an den richtigen Punkten (Kamera, UMTS) ermöglicht günstige Produktion
  • “Die Amazon Cloud kommt beim Endkunden an” Mehr Komfort für die Nutzer dank Amazon Store
  • “Verleger freuen sich über den Wettbewerb”  Verleger von Medien waren bereits zuvor über Apples Drangsalierungen verärgert
  • “Nummer 1 Plattform für ROM-Hacker” Android-basierendes-OS von der Community sehr leicht modifizierbar
  • “Der Preis – Nicht nur ein Vorteil”  Aufgrund des Verkaufsmodells ist Amazon gezwungen die Geräte langfristig zu unterstützen
Auch wenn man sich darüber streiten kann, ob es sich bei dem Artikel um eine objektive Analyse handelt, sind die genannten Punkte durchaus legitim. Einiges erscheint mir aber nicht ganz schlüssig, denn warum bei den anderen Herstellern jetzt große Panik aufkommen sollte, wenn das Kindle Fire ohnehin nichts mit den klassischen Tablets zu tun habe – und das hat es sicherlich aufgrund der minimalen Ausstattung nicht – erscheint zweifelhaft.
Vielleicht wird man das Kindle Fire die Hersteller anregen, auf einen ähnlichen Zug aufzuspringen, allerdings wird der Markt für High-End-Tablets wie sie im Moment von den Samsung, Toshiba und Co. hergestellt werden durch das Kindle Fire mit Sicherheit nicht aussterben. Ich persönlich würde sogar sowohl das Kindle Fire als auch z.B. das Galaxy Tab 10.1 nutzen, einfach weil das Kindle Fire die besseren Anbindungen zu E-Books und allgemein zum Store besitzt, das Galaxy Tab jedoch erst als ein richtiges Arbeitsgerät einzustufen ist.

 via netbooknews

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  • Hans

    Na ja, ich kann mich in letzter Zeit über so manchen Sinneswandel nur wundern (gemeint ist Mütze).
    Jahrelang wurde Apple für die Weigerung, Flash zu implementieren, gescholten. Bei MS ist es nun ein Schritt in die richtige Richtung für ein allzeit "ungetrübtes Nutzererlebnis". Bei Amazon wird das Thema erst gar nicht erörtert und da waren ja noch die ach so schlechten Kameras des iPad 2. Gar keine heisst jetzt das Zauberwort. Auch nicht schlecht!

    Mal im Ernst:
    Eine Kamera (für richtige Photos) braucht man bei einem Tablet in der Tat nicht, aber gänzlich ohne heisst dann halt auch, dass Skype etc. eben außen vor sind und so etwas bietet sich auf der Couch aus meiner Sicht schon an. Für das reichen die des iPads allemal. Nicht einmal die so bequeme Funktion, einen gerade laufenden Titel via Shazam erkennen und sich direkt in den Store navigieren zu lassen, ist aufgrund des fehlenden Mikros vorhanden. Letzteres wäre mit Sicherheit auch in Amazons Interesse. Das solche Dinge fehlen, hat ausschließlich etwas mit dem Preis zu tun und da lasse ich mir auch keinen "Vorteil" einreden.

    Ähnlich verhält es sich mit UMTS. Bei fasst allen Anbietern gibt es mittlerweile die Multi-SIM Karten. Das kostet faktisch im Monat nichts extra und jeder, der die Kombination schon einmal genutzt hat, schüttelt über die Bastelstunde mit dem Hotspot nur den Kopf. Klar geht es, nur will ich meine Emails per Push-Nachricht (ähnlich wie aktuelle Spielstände der Bundesliga etc.) und nicht wie zu Urzeiten "abrufen". Der Komfort ist nicht einmal ansatzweise vergleichbar!

    Den anderen Dingen (sofern man den Proxy des Browsers auch deaktivieren kann und mittels Apps auch eigene Verbindungen zulässig sind) kann ich ja durchaus etwas abgewinnen, nur komme ich zu einem ganz anderen Fazit.

    Richtig ist, dass es in der Tat das erste ernstzunehmende Tablet neben dem iPad ist, weil es ein vergleichbares Ökosystem besitzt, nur wird dieses (entgegen Mützes Hoffnungen) mitnichten zu Lasten des iPads gehen. Wer was schickes haben will und es sich leisten kann, der wird auch weiterhin zu diesem greifen. Diejenigen, die auf ein günstigeres Tablet gewartet haben oder sowieso Apple-Hasser sind, werden jetzt zugreifen und das wird den Herstellern von Android-Tablets so richtig das Leben schwer machen. Da es auch nicht vordergründig für die Nutzung von Apps ausgelegt ist, erwarte ich hier auch keinen segnifikanten Schub seitens der Entwickler. Der Titel "Nummer 1 Plattform für ROM-Hacker" dürfte da auch wenig hilfreich sein…

    • Tuan Le

      Sehe das genauso und finde die Analyse von Sascha etwas widersprüchlich. Am Ende sagt er dann ja selbst, dass das Kindle Fire kein direkter iPad Konkurrent ist, was sich wieder mit dem Titel beißt. Da ich aber schon selbst das Kindle Fire fest im Warenkorb habe halte ich mich da noch bedeckt, bis es bei mir angekommen ist;)

      MfG